Jeder vierte deutsche Autofahrer erwägt Kauf von Hybridfahrzeug

Jeder vierte deutsche Autofahrer erwägt den Kauf eines Fahrzeugs mit Hybridantrieb. Weit im Vordergrund stehen wirtschaftliche Überlegungen, insbesondere durch geringeren Spritverbrauch, reine Umweltaspekte spielen eine geringere Rolle. Steuerliche Anreize würden die Kaufbereitschaft sehr stark positiv beeinflussen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Meinungsumfrage unter deutschen Autofahrern im Auftrag der Continental AG, die der internationale Automobilzulieferer heute in Genf im Rahmen des Automobilsalons vorstellt.

„Der Markt ist da. Und er wächst stetig. Wir bringen die richtigen Produkte zur richtigen Zeit“, sagt Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorsitzender der Geschäftsleitung Continental Automotive Systems und Mitglied des Vorstands der Continental AG. „Internationale Marktstudien prognostizieren ein rasantes Wachstum auf zwei Millionen Hybridautos und mehr pro Jahr nach 2012. An diesem Boom werden wir teilhaben, denn mit unserem Kooperationspartner ZF Friedrichshafen AG können wir aus einer Hand Komplettlösungen bis hin zur elektrischen Bremse und der Softwareintegration bieten.“

Das Meinungsforschungsinstitut TNS/Infratest hatte Ende vergangenen Jahres und damit noch vor Beginn der aktuellen Diskussion um die CO2-Belastung im Auftrag der Continental AG tausend deutsche Autofahrer rund um das Thema Hybridantriebstechnologie repräsentativ befragt. Insgesamt haben mehr als drei Viertel der Autofahrer von der Technologie schon gehört, aber nur gut ein Drittel kann sie zumindest ansatzweise richtig beschreiben. Frauen wissen zwar insgesamt weniger genau Bescheid, stehen aber dem Thema nach entsprechender Erläuterung deutlich positiver gegenüber.

90 Prozent der Befragten gehen von einem Minderverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Antriebstechnologien aus. Im Schnitt wird eine Spriteinsparung von rund 25 Prozent erwartet. Zwei Drittel der Befragten rechnen im Vergleich zu Autos mit herkömmlichen Antriebssystemen mit höheren Anschaffungskosten von im Schnitt 3.919 Euro. Als für sie „interessant“ bezeichnet die Hälfte der Autofahrer ein Hybridsystem mit weniger Verbrauch und besserer Beschleunigung. Dafür wären diese Befragten bereit, im Schnitt 2.805 Euro mehr bei der Anschaffung zu bezahlen.

Dr. Neumann weist darauf hin, dass die Continental-Division Automotive Systems mit einem Baukastensystem für die Leistungselektronik Synergien zwischen Hybridantriebssystemen unterschiedlicher Leistungsklassen schafft. Das spezielle Komponenten-Konzept ermöglicht es der Automobilindustrie, Hybridfahrzeuge unterschiedlicher Größe und Leistung schnell und zu attraktiven Kosten in den Markt zu bringen.

Er teilt ferner mit, das Continental inzwischen eine Wiederholung der Umfrage bei TNS/Infratest in Auftrag gegeben hat. Mit den so gewonnenen Vergleichsdaten werden mögliche Veränderungen im Meinungsbild sichtbar, die seit der Erhebung der ersten Umfragedaten durch die Diskussion um Klimawandel und CO2-Emissionen hervorgerufen worden sein könnten. Der Automobilzulieferer will die neuen Ergebnisse bis Ende Mai vorstellen.

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