China Wheel will Umsatz verdoppeln, Kapazität verdreifachen

Die Daily Times (Pakistan) berichtet von ambitionierten Plänen des viertgrößten chinesischen Herstellers von Aluminiumgussfelgen China Wheel, der hierzulande über die Vertriebsfirma Xtra Wheel im Markt ist. Bis 2010 wolle man den Umsatz verdoppeln, die Kapazitäten durch den Anlauf einer neuen Fabrik in Tianjin von drei auf acht Millionen Einheiten jährlich fast verdreifachen.

Die Zeitung zitiert China Wheels CEO Derek Zhang, der in China als Instanz in der Branche gilt und prognostiziert, dass sein Unternehmen mit acht Millionen Einheiten entweder der größte Hersteller sein wird oder wenigstens zu den Top 3 im Lande gehören werde. Aktuell liegen Liufeng Machinery Industry (Taiwan/China) mit fünf Millionen, Zhejiang Wanfeng mit 4,6 Millionen und Dicastal mit drei Millionen Gussrädern (plus Schmiederädern) jährlich noch vor China Wheel.

In das Projekt Tianjin sollen etwa 78 Millionen Euro investiert werden, bereits Ende dieses Jahres soll die Anlaufphase für die neue Fabrik starten. Mit den bisherigen Kapazitäten könne man dem wachsenden Bedarf nicht genügen, so Zhang, der ein jährliches Plus von zehn bis 20 Prozent erwartet, und für 2007 habe man bereits Aufträge für 3,5 Millionen Einheiten in den Büchern stehen.

In 2007 wolle das Unternehmen zwei bis drei neue Großkunden gewinnen, so der Chef von China Wheel, der allerdings die Neukunden nicht namentlich nennt. Neben Felgen für das Ersatzgeschäft (Eigenmarken Gacosia, Xtra etc., aber auch für beispielsweise momo und diverse amerikanische Marken) produziere man bereits für die beiden OE-Kunden Nissan und Toyota in China sowie für den Reifenhersteller Michelin. China Wheel sieht einen wachsenden Bedarf der chinesischen Autoindustrie, auch ausländischer Produzenten, die den Standort China als Hersteller von Zubehörteilen bevorzugen, weil die Teile dort preisgünstiger zu kaufen seien. Im letzten Jahr sind in China 25 Prozent mehr Autos zugelassen worden, und Derek Zhang erwartet weiter steigende Absatzzahlen.

Das Unternehmen, das an der Börse Singapur gelistet ist, konnte den Aktienkurs im letzten Jahr um gut 70 Prozent steigern, hat demnach einen Marktwert von 94 Millionen US-Dollar und konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten (Zahlen für das Gesamtjahr 2006 sollen noch in diesem Monat veröffentlicht werden) um 55,5 Prozent auf 71,07 Mio. US-Dollar steigern und für diesen Zeitraum einen Gewinn (net profit) von 5,6 Millionen Euro vermelden. Für 2007 erwarten Analysten für China Wheel einen Umsatz von 95,8 Mio. US-Dollar und einen Gewinn (net profit) von 9,6 Mio. Euro, eine „faire Einschätzung“, kommentiert Zhang.

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