Neuwagenkäufer achten verstärkt auf sparsamen Kraftstoffverbrauch

Laut den Ergebnissen einer Umfrage des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG unter 150 Topmanagern von internationalen Automobilherstellern und -zulieferern wird für Autokäufer das Thema Kraftstoffverbrauch immer wichtiger. Im Rahmen der Befragung waren demnach 89 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass für die Kunden ein niedriger Kraftstoffverbrauch ein entscheidendes Kaufkriterium ist – vor fünf Jahren waren es erst 58 Prozent. Dessen Bedeutung liegt damit erstmals vor der Qualität eines Fahrzeugs, die von 88 Prozent der Umfrageteilnehmer als wichtiges Argument beim Autokauf genannt wurde. Unverändert rangieren Sicherheit (76 Prozent) und Erschwinglichkeit (71 Prozent) eines Fahrzeugs auf den weiteren Plätzen. Die gegenüber der letzten Befragung neu eingeführte Kategorie „Fahrzeugstyling und Design“ spielt der KPMG-Analyse zufolge bereits bei zwei Dritteln (68 Prozent) eine wichtige Rolle beim Autokauf.

Die Befragten gehen außerdem davon aus, dass bis 2011 der Marktanteil von Hybridfahrzeugen und vor allem der von preiswerten Autos steigen wird. „Letzteres liegt sicherlich an der steigenden Kaufkraft in Ländern wie China und Indien, aber auch Osteuropa“, vermutet man bei dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen. Zu den größten Verlierern dürften nach Ansicht der Branchenexperten in den kommenden fünf Jahren vor allem in Nordamerika und Europa Minivans, SUVs und große Pick-up-Trucks gehören, während so genannte Crossover-Modelle und Oberklassefahrzeuge ihre Anteile wohl halten können.

Die Wachstumserwartungen der Befragten fielen allerdings je nach Region sehr unterschiedlich aus. „Die Automobilhersteller tendieren dazu, ihre Strategien mit Fokus auf die neuen Wachstumsmärkte China, Indien, Vietnam, Osteuropa und Südamerika auszurichten. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass diese Schwellenländer nicht nur auf Grund niedriger Produktionskosten und als wachsende Absatzmärkte der Zukunft von Interesse sind. Es wird auch erwartet, dass Automarken dieser Länder internationale Marktanteile gewinnen werden“, so Hans-Dieter Krauss, Leiter des Sektors Automotive bei KPMG.

Nach wie vor gehen die Branchenexperten davon aus, dass vor allem Hersteller aus China (79 Prozent) ihren weltweiten Marktanteil werden weiter ausbauen können. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) meint, dass auch indische Automarken im globalen Wettbewerb zulegen werden. Weniger optimistisch als im vergangenen Jahr war man dagegen mit Blick auf die Hersteller aus Japan und Südkorea, die erstmals in der Kategorie „Asien, außer China“ zusammengefasst wurden: Gemeinsam kommen sie auf 55 Prozent Zustimmung; vor einem Jahr waren die Experten für Südkorea (79 Prozent) und Japan (65 Prozent) noch deutlich optimistischer. Für europäische Marken sind die Erwartungen der Fachleute gemischt und lassen keine eindeutige Aussage erkennen.

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