Van den Ban reist mit Handelspartnern nach Südafrika

Reifenhändler von der Notwendigkeit einer Bestellung zu überzeugen gelingt manchmal über den richtigen Preis, manchmal über zusätzliche Incentives und natürlich in der Regel über den Hinweis auf die entsprechende Qualität eines Reifens. Um Händler indes langfristig an sich und eine bestimmte Marke – gerade eine Eigen- oder Exklusivmarke – zu binden, hat inhaltliche Überzeugungsarbeit jedenfalls noch immer geholfen. Folglich ist ein Besuch der Fabrik, in der die zu vermarktenden Reifen gefertigt werden, eine ausgezeichnete Argumentationshilfe. Dieser Hilfe hat sich nun der holländische Reifengroßhändler Van den Ban bedient und hat einige europäische Vertriebspartner in die Fertigungsstätte der Eigenmarke „Novex“ eingeladen: zu Dunlop Tyres International nach Südafrika.

Für Van den Ban basiere das Funktionieren der Partnerschaft mit den Handelspartnern in ganz Europa zunächst einmal auf dem regelmäßigen Austausch von Informationen zu Produkten sowie der gegenseitigen Unterstützung bei der Vermarktung dieser Produkte. Dass solche Informationen aus erster Hand immer noch nützlicher sind als die Zweitverwertung, stelle dabei eine Binsenweisheit dar. Folglich habe der holländische Reifengroßhändler Van den Ban nun einigen wichtigen Geschäftspartnern die Gelegenheit gegeben, sich vor Ort beim Hersteller ihrer Eigenmarke Novex zu informieren und die Menschen kennen zu lernen, die für die Qualität und die Weiterentwicklung des von ihnen exklusiv vermarkteten Produktes verantwortlich sind.

Die Eigenmarke Novex, die Van den Ban als Pkw- und Llkw-Reifen in Europa vermarktet, wird von Dunlop Tyres International in Südafrika hergestellt. In den vergangenen Jahren habe sich die Marke in zahlreichen europäischen Märkten etabliert, sagt Van den Bans Commercial Manager Cyril Versteeg. Dabei habe die hohe Qualität sowie der wettbewerbsfähige Preis durchaus geholfen. Die Qualität der Produkte werde mittlerweile vom indischen Reifenhersteller Apollo Tyres Ltd. gesichert, der im April Dunlop Tyres International mit den beiden Produktionsstätten übernommen hatte.

Heute werden in den beiden zum Unternehmen gehörenden Produktionsstätten in Ladysmith in der Nähe der südafrikanischen Küstenstadt Durban täglich rund 10.000 Reifen gefertigt, sodass der Hersteller Dunlop Tyres International, der im übrigen nichts mit der Goodyear-Dunlop-Gruppe gemein hat außer den althergebrachten Namen, über eine Jahreskapazität von 3,5 Millionen Einheiten verfügt. Gegründet wurde der Reifenhersteller bereits 1935 durch die Errichtung der ersten von zwei Fabriken. Die zweite Fabrik kam dann im Jahre 1973 hinzu. Ab 1964 war Dunlop Tyres International dann an der Börse in Johannesburg gelistet. Durch die Übernahme des Reifenherstellers durch den ambitionierten indischen Hersteller Apollo Tyres Ltd. eröffneten sich den südafrikanischen Geschäftspartnern des holländischen Reifengroßhändlers auch international noch mehr Möglichkeiten. Die weltweite Anerkennung des Herstellers und seiner neuen südafrikanischen Tochtergesellschaft wachse mit dem verfügbaren Know-how und der Umsatzstärke; im laufenden Geschäftsjahr (bis März 2007) soll der Umsatz erstmals über eine Milliarde US-Dollar liegen.

Dabei haben der Hersteller der Eigenmarke Novex sowie Van den Ban als Großhändler natürlich ein gesteigertes Interesse daran, die exklusiven Handelspartner in Europa bei der künftigen Weiterentwicklung der Produkte einzubinden. Wie Commercial Manager Cyril Versteeg sagt, habe man anlässlich der intensiven Werksführung ausgiebig Zeit gehabt, mit den Händlern und dem Hersteller darüber zu diskutieren, wie das Novex-Angebot künftig noch weiter optimiert werden könne.

Dass eine solche Reise natürlich nicht ausschließlich berufliche Interessen bedienen soll, sondern daneben auch Touristisches eine wichtige Rolle spielt, ist klar. Folglich hatte die Van-den-Ban-Reisegruppe während der acht Tage in Südafrika genügend Zeit für Sehenswürdigkeiten. So etwa die Drakensberge, das mit knapp 3.500 Metern höchste Gebirge Südafrikas. Oder etwa das Mkuze-Falls-Reservat inmitten der Provinz KwaZulu Natal, in der auch Durban liegt. Selbstverständlich gehörte ein Abstecher in die Küstenmetropole Kapstadt ebenfalls zum Programm der Van-den-Ban-Reisegruppe.

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