„Akt Gottes” laut Bridgestone schuld an „Superdome“-Dachschäden

Wie die US-Tageszeitung TimesDaily berichtet ist die Bridgestone Corporation davon überzeugt, dass allein die Wucht des Wirbelsturmes „Katrina“ Ursache für die Schäden am Dach des im Zusammenhang mit der Naturkatastrophe vor einem Jahr in die Schlagzeilen geratenen „Superdomes“ in New Orleans gewesen ist. Die Unterstellung einer fehlerhaften Installation oder mangelnden Qualität des bei der Dachkonstruktion offenbar verbauten Gummimaterials, die Bridgestone sowie 13 weiteren am Bau beteiligen Firmen nunmehr eine entsprechende Klage des Gebäudebetreibers, dessen Versicherung und des Staates Louisiana eingebracht hat, weist das Unternehmen von sich. Während die Gegenseite demnach der Meinung ist, dass erst 2002 fertiggestellte Dach hätte den Sturm unbeschadet überstehen müssen, habe die Bridgestone Americas Holding Inc. darauf hingewiesen, dass die Gewährleistung solche „Akte Gottes“ – inklusive Dachschäden durch Windstärken von mehr als 55 Meilen pro Stunde (knapp 89 km/h) – nicht abdecke.

„Katrina“ kam dem Bericht zufolge auf Spitzenwerte von bis zu 200 Meilen pro Stunde, und laut dem National Weather Service habe die Windgeschwindigkeit zum Zeitpunkt der Beschädigungen zwischen 74 und 95 Meilen pro Stunde gelegen. Auch Vorschäden durch nicht näher spezifizierte Undichtigkeiten, welche die Konstruktion anfälliger gemacht hätten und deshalb vonseiten der Kläger ebenfalls vorgebracht werden, weist Bridgestone zurück. Laut Unternehmenssprecherin Tina Gaines seien vor dem Unwetter nur Ausbesserungen in geringem Umfang nötig gewesen, während die TimesDaily davon spricht, in der Klageschrift sei von einem „massiven Versagen der Dachkonstruktion“ die Rede. Dies habe zu dessen Zerstörung geführt und den Beginn eines lang andauernden Albtraumes für die im „Superdome“ Eingeschlossenen markiert, bringen die Anwälte vor.

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