Probleme mit Reifenventilen an Transportern ruft KBA auf den Plan

Im September 2005 hatte „Auto Service Praxis“ erstmals über vermutlich unfallverursachende Schäden an Reifenventilen von Transportern berichtet. Während viele der betroffenen Hersteller bis heute das sicherheitsrelevante Problem negieren oder herunterspielen, habe das Kraftfahrzeugbundesamt (KBA) nun ein neues Kapitel in dieser Geschichte aufgeschlagen, so das Fachmagazin. Die Hersteller müssen einen Fragebogen zu diesem Thema bereits kurzfristig beantworten.

In dem ursprünglichen Bericht war über verschiedene Gutachten des Bundesverbandes Reifenhandel- und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) berichtet worden, in denen es um Transporterunfälle aufgrund plötzlichen Reifendruckverlusts ging. Dabei hatte man Schäden an den in vielen Fällen standardmäßig verwendeten Vollgummi-Reifenventilen festgestellt. Nach Einschätzung des BRV entstehen solche Schäden beim Einziehen der Ventile per Hebel. Da die Ventillochdurchmesser der im Transporterbereich vielfach eingesetzten Stahlscheibenräder 6Jx16 Zoll oftmals an der unteren Toleranzgrenze liegen, kommt es bei der Montage der Reifenventile zu einer Überdehnung. Dies kann zum Anriss des Ventilfußes führen, was den plötzlichen Reifendruckabfall erklärt.

Schon im Frühjahr 2005 hatte der BRV diese Ergebnisse an die betroffenen Hersteller übermittelt, jedoch nur wenig Resonanz erfahren. Dies dürfte sich nun nach dem Eingreifen des Kraftfahrzeugbundesamtes ändern. Bereits im April könne mit einer Entscheidung der Behörde gerechnet werden, so „Auto Service Praxis“.

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