Keine Einigung bezüglich Conti-Werk Hannover in Sicht

Die Continental AG ist eigenen Worten zufolge mit einem Kompromissvorschlag zum Thema Produktion von Pkw-Reifen am Standort Hannover-Stöcken erfolglos geblieben. „Wir bedauern es sehr, dass es bei den ernsthaften Gesprächen mit Vertretern der IG Bergbau, Chemie, Energie und des Betriebsrats keine Einigung gegeben hat. Unser Angebot, mit einem weitgehenden Entgegenkommen auf der Zeitschiene eine Lösung zu finden, ist jedoch leider abgelehnt worden. Die Arbeitnehmervertreter beharren auf ihren Maximalforderungen“, sagte Manfred Wennemer am Montag in Hannover. Weitere Gespräche machen nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Continental AG, der zugleich als Vorstandsmitglied für die Pkw-Reifendivision verantwortlich zeichnet, nur dann Sinn, wenn Gewerkschaft und Betriebsrat bereit seien, sich zu bewegen und von ihrer einseitigen Auslegung der vertraglichen Grundlagen Abstand zu nehmen. „Das können wir derzeit nicht erkennen“, ergänzte Wennemer und betonte, dass es zur Einstellung der Produktion von Pkw-Reifen in Stöcken keine tragfähige Alternative gebe.

Daher sei eine Reduzierung der Beschäftigten um 320 von insgesamt rund 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dem Standort „grundsätzlich nicht zu vermeiden“. Trotzdem stehe das Unternehmen „ganz klar“ zum Standort Stöcken, der nicht zur Diskussion stehe. „Wir investieren dort mehr als 25 Millionen Euro allein in die Fertigung von Nutzfahrzeugreifen. Darüber hinaus haben wir die weltweite Forschung und Entwicklung der Reifendivisionen in Stöcken konzentriert. Das sind klare Bekenntnisse“, so Wennemer. Die Gewerkschaft soll demgegenüber von einem „Abbruch“ der Verhandlungen „ohne jedes Entgegenkommen“ seitens Conti gesprochen haben – das berichtet jedenfalls die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf ihren Webseiten. Die Arbeitnehmervertreter werfen der Unternehmensführung demzufolge ein „starres Verhalten“ sowie ein Verharren „auf Konfrontationskurs“ vor. Von einem Entgegenkommen auf der Zeitschiene könne keine Rede sein, wie es in dem Bericht weiter heißt.

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