BKT plant Kapazitätserweiterungen

Der indische Reifenhersteller Balkrishna Tyres (BKT), der sich auf die Fertigung von Landwirtschafts-, Industrie- und EM-Reifen spezialisiert hat, will seine Produktionskapazitäten aufstocken. Für 68 Millionen US-Dollar (56 Millionen Euro) soll der Output der beiden Werke Bhiwadi (Nordindien) und Waluj (Westindien) von jetzt jährlich 42.000 bzw. 18.000 Tonnen auf 48.000 und 22.000 Tonnen im Jahr erhöht werden. Zusammen mit dem neuesten BKT-Werk am Standort Chopanki, das sich ebenfalls im Norden des Landes befindet und jährlich 30.000 Tonnen Reifen produzieren kann, käme man dann insgesamt auf einen Ausstoß von 100.000 statt wie bisher 60.000 Tonnen im Jahr. Wie das Unternehmen vorrechnet, entspricht dies einer Erhöhung der Produktionskapazität radialer Treibachsreifen von jetzt jährlich 120.000 auf 250.000 Einheiten und bezogen auf schwere EM-Reifen sollen zukünftig 50.000 statt 10.000 Einheiten im Jahr die Werke verlassen.

Außerdem wollen die Inder ihre weltweite Distribution ausweiten – entweder durch eigene Vertriebsniederlassungen oder über Jointventures und vor allem in denjenigen Regionen, in denen man sich wie zum Beispiel in Nordamerika bisher als unterrepräsentiert empfindet. In Europa zeigt man sich hinsichtlich des Vertriebsnetzwerks über Partner aus dem Handel zufrieden und plant keine weitergehenden Investitionen in Richtung eigener Niederlassungen. Laut Unternehmensangaben erzielt BKT 70 Prozent seines Umsatzes mit Exporten nach Europa, womit nicht nur die Verkaufserlöse der unter dem eigenen Markennamen gefertigten Reifen gemeint seien, sondern auch die der für Hersteller wie Vredestein, Nokian und Trelleborg Wheel Systems fremdgefertigten Produkte.

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