„Tyre-Link“-Plattform von Bridgestone zählt 650 aktive Anwender

„In der Kommunikation zwischen Reifenindustrie und Reifenhandel nimmt E-Commerce inzwischen einen festen Platz ein“, sagt Reifenhersteller Bridgestone und setzt deshalb selbst seit einigen Jahren konsequent auf die neuen Möglichkeiten, die sich aus der zunehmenden elektronischen Vernetzung ergeben. Dabei kann das Unternehmen bereits auf einige Erfahrung zurückgreifen, denn schon im Jahr 2000 initiierte man mit einer Reihe von Kunden ein umfangreiches Pilotprojekt für eine eigene Onlineplattform. Und seit 2001 wird allen Partnern aufseiten des Handels die Möglichkeit der elektronischen Auftragsabwicklung via Internet mit der Bridgestone-eigenen E-Commerce-Plattform „Tyre Link“ angeboten. Darüber hinaus ist der Reifenhersteller eigenen Worten zufolge auch in der Lage, mit Kunden über sämtliche Versionen der übergreifenden Plattform Ad-hoc-EDI – EDI steht für Electronic Data Interchange – zu kommunizieren.

Allerdings soll dies nicht bedeuten, dass die Bridgestone-Plattform „Tyre Link“ auf ihrem Entwicklungsstand von vor vier Jahren stehen geblieben wäre. Vielmehr wurde sie nach Angaben des Herstellers innerhalb der letzten Jahre in enger Zusammenarbeit mit den Kunden stetig weiterentwickelt. Aus der täglichen Bestellpraxis ergaben sich demzufolge Verbesserungsvorschläge und Kundenwünsche, von denen viele mittlerweile umgesetzt seien und das System verbessert hätten. Eine Telefonumfrage bei allen „Tyre-Link“-Nutzern seitens Bridgestone im Jahr 2003 ergab weitere wichtige Hinweise. „Wir haben den Prozess der Entwicklung für ein E-Commerce-Modul bei Bridgestone von Anfang an mitverfolgt und wickeln einen Großteil unserer Bestellungen damit ab. Das Programm ist sehr gut gemacht und wurde im Lauf der Zeit noch verbessert. ‚Tyre Link’ funktioniert benutzerfreundlich und stabil, ich sehe große Vorteile in dieser Bestellmöglichkeit“, erzählt Besem Bytyqi, Inhaber Reifen Besa in Gladbeck.

Auch aufseiten des Marketings ließ man sich bei Bridgestone etwas einfallen: Um „Tyre Link“ bekannt zu machen und als zusätzlicher Anreiz für User wurde der so genannte „E-Punkte-Club“ gegründet (die NEUE REIFENZEITUNG berichtete), wo Punkte gesammelt und gegen Incentives eingetauscht werden konnten. „Die Erfahrung zeigt, dass dies ein richtiger Schritt zum Abbau der Hemmschwelle bei der Nutzung des Internets für Bestellungen war“, so Bridgestone. E-Commerce sei auf diese Weise bei Bridgestone zu einem zeitgemäßen und anwenderfreundlichen Bestellmedium geworden. Unabhängig von Bürozeiten und ohne Warteschleifen können am Telefon komplette Aufträge über das Internet abgewickelt werden. Ohne Installationsaufwand soll „Tyre Link“ dem Anwender vielfältige und effiziente Arbeitsweisen anbieten. So könne beispielsweise vom Motorrad- über den Pkw- bis zum Landwirtschaftsreifen die komplette Produktpalette eingesehen, die Verfügbarkeit sämtlicher Produkte abgefragt, Bestellungen aufgegeben und der Status der jeweiligen Aufträge jederzeit eingesehen werden – rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

„Wir nutzen das System ‚Tyre Link’ von Bridgestone seit 2002 und sind insgesamt zufrieden. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten lief alles wie bestellt. Besonders zufrieden sind wir mit der persönlichen Betreuung durch das Bridgestone-E-Commerce-Team“, berichtet Clemens Koop, Geschäftsführer Reifen Labetzke in Löningen, von seinen Erfahrungen mit dem Bridgestone-Onlinesystem. Vorteile verbindet der Reifenhersteller damit allerdings auch im Zusammenhang mit dem Endkundengeschäft. Denn dank „Tyre Link“ sei der Reifenfachhändler jederzeit in der Lage, Auskünfte über Produkte und Lieferzeiten direkt und schnell weiterzugeben. Die flexible und gezielte Bestellmöglichkeit über das System bringe somit besondere Effizienz und habe sich als qualitativer Schritt für den Reifenfachhandel erwiesen.

Doch nicht nur der Kunde, auch der Anbieter nutzt erhebliche Vorteile durch E-Business, denn durch den gestrafften Bestellvorgang werden Kapazitäten frei. Darüber hinaus können beispielsweise aktiv Angebote auf bestimmte Kundenkreise zugeschnitten und gezielt an diese weitergegeben werden. „Mit E-Commerce und E-Business stehen mehr Informationen und Möglichkeiten in immer kürzeren Zeitabständen immer mehr Personen zur Verfügung“, hebt der Reifenhersteller hervor, der eigenen Angaben zufolge aktuell mit 650 aktiven Anwendern zusammenarbeitet. Seit 2001 sind demnach jährlich etwa zehn bis 15 Prozent neue User hinzugekommen. Insgesamt – so Bridgestone – machen die Bestellungen über „Tyre Link“ inzwischen etwa 25 Prozent des Tagesgeschäfts aus, mit auch in diesem Jahr weiter steigender Tendenz. Zumal nicht zuletzt dank immer mehr zusätzlicher Elemente wie Abbildungen, technische Erklärungen usw. eine weiter zunehmende Akzeptanz aufseiten der Handelspartner registriert werde.

Doch unter E-Business versteht Bridgestone mehr als E-Commerce über die eigene Plattform „Tyre Link“. Zunehmend gehen auch Bestellungen über die Plattform Ad-hoc-EDI ein, die Reifenprodukte sämtlicher Reifenhersteller auflistet. „Zwar sind hier die Anschaffungskosten für den Reifenhändler meist höher als bei ‚Tyre Link’, dafür bietet sich jedoch ein Gesamtüberblick über alle Marken“, erklärt der Reifenhersteller. Zur Bridgestone-Onlinewelt gehören darüber hinaus natürlich auch die Internetauftritte der deutschen Dependance (www.bridgestone.de) oder der Europazentrale des Reifenherstellers (www.bridgestone-eu.com) bzw. der Bridgestone Corporation (www.bridgestone.com), wo zahlreiche Informationen zu den Produkten oder Services des Unternehmens hinterlegt sind. Außerdem bietet Bridgestone online neue Möglichkeiten des Lernens für Mitarbeiter an – Stichwort ist hier der Begriff E-Learning. „Der Einsatz der elektronischen Medien bietet weiterhin große Potenziale, die Bridgestone konsequent erschließt. Die Aktivitäten von Bridgestone zielen darauf ab, die Kommunikation von Mensch zu Mensch nicht zu ersetzen, sondern diese durch mehr Information zu bereichern und aufzuwerten“, so die Maxime des Unternehmens.

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