Drei Jahre Entwickeln und Testen bei Goodyear

Der „UltraGrip 7“, Goodyears neuester High-Performance-Winterreifen, musste seine Leistungsfähigkeit zunächst in harten Wintertests auf zwei Kontinenten und in verschiedenen Ländern unter Beweis stellen. Erst dann wurde das neue Produkt in Europa vorgestellt. Die Entwicklung des UltraGrip 7 lag in der Hand des Goodyear Technical Center Luxemburg (GTC*L) in Colmar-Berg. GTC*L ist das größte Goodyear F&E-Zentrum in Europa. 900 Ingenieure, Wissenschaftler und Techniker arbeiten dort an der Entwicklung von Reifen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Landwirtschaftsmaschinen.

Reifentests gehören zu den Hauptaufgaben des GTC*L. In den Labors, auf Teststrecken und normalen Straßen legen die getesteten Reifen täglich eine Strecke zurück, die dem Sechsfachen des Erdumfangs entspricht. Den neuen UltraGrip 7 haben die Goodyear F&E-Teams auf normalen Straßen und Winterteststrecken in Neuseeland, Österreich, in der Schweiz, Schweden, Finnland und auf Goodyears eigenen Teststrecken in Luxemburg und Frankreich getestet.

Seine Leistungsfähigkeit auf nassen und trockenen Straßen habe der UltraGrip 7 auf der Goodyear Teststrecke in Luxemburg und dem Goodyear Testgelände Mireval in Südfrankreich unter Beweis gestellt. Das Gelände in Mireval umfasst zahlreiche Teststrecken und Anlagen zur Bewertung der Reifenleistung. Eine 3,3 Kilometer lange Trocken-Handlingstrecke ermöglicht eine gründliche Analyse von Performance-Faktoren wie Handling bei hohen Geschwindigkeiten, Lenkeigenschaften, Spurhalten sowie Messungen der Reifen-/Straße-Geräuschpegel auf zertifizierten Oberflächen. Eine High-Tech-Nass-Handlingstrecke spielt bei der Bestimmung der Reifendynamik und der Abnahme von OEM-Reifen die Hauptrolle. Nasse blaue Basaltblöcke und reibungsarme Asphaltstrecken bilden die objektive und zuverlässige Grundlage zur Messung der Bodenhaftung von Pkw- und Nutzfahrzeugreifen.

Zur Bestimmung der Reifenbremsleistung auf nassen Straßen dienen Tests auf verschiedenen geraden Strecken, die sich durch Oberflächen mit unterschiedlichen Reibungskoeffizienten auszeichnen. Auch die Aquaplaning-Eigenschaften der Reifen können sowohl für Kurvenfahrten als auch für gerade Strecken genau bestimmt werden. In Spezialanlagen mit variabler Wasserhöhe werden die Haftfähigkeiten der Reifen mithilfe unternehmenseigener Technologien überwacht.

Bei der Entwicklung von Winterreifen sind zusätzliche Wintertests erforderlich: Bremsen, Beschleunigen, Seitenführung oder Handling bei Schnee, Eis, Schneematsch und nassen Straßen unter extremen Temperatur- und Witterungsbedingungen. Wintertests sind nur während des kurzen Winters in Europa oder – während des europäischen Sommers – auf der anderen Seite der Weltkugel möglich. Zur Fortsetzung der Tests des UltraGrip 7 reiste das Goodyear-Testteam zum Beispiel nach Neuseeland. Weitere Tests fanden in den Alpen, auf zugefrorenen Seen in Schweden und auf den modernen Anlagen von „Test World“ im harten finnischen Klima statt.

Der UltraGrip 7, der sich am Bedarf des europäischen Verbrauchers orientieren soll, wurde in Europa entwickelt und getestet. Die Entwicklungszeit des neuen Reifens betrug drei Jahre. Der komplexe Prozess aus Marktforschung, Bewertung, Abstimmung und Konstruktion fand in regem Austausch mit Verbrauchern und einigen der härtesten Kunden der Welt statt: den Fahrzeugherstellern.

Goodyears neuer High-Performance-Reifen UltraGrip 7 ist in 30 Ausführungen, in 20 Reifengrößen von 13 bis 16 Zoll und für Höchstgeschwindigkeiten von 190 oder 210 km/h und somit für die meisten Mittel- bis Oberklassefahrzeuge lieferbar.

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