TRW veröffentlicht Ergebnisse für das Jahr 2004

Die TRW Automotive Holdings Corp. meldete im vierten Quartal 2004 bei einem Umsatz von 3,2 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, einen Nettoverlust von 62 Millionen Dollar oder 0,63 Dollar pro Aktie. Den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (-0,01 Dollar je Aktie) höheren Nettoverlust erklärt der Automobilzulieferer, zu dessen Produktportfolio u.a. integrierte Fahrzeugkontroll- und Fahrerassistenzsysteme, Bremssysteme, Lenkungssysteme, Fahrwerkssysteme, Insassenschutzsysteme, Elektronik, Motorventile, Befestigungssysteme sowie Komponenten und Produkte für den weltweiten Ersatzteilmarkt gehören, mit Aufwendungen für Finanztransaktionen in Höhe von 125 Millionen Dollar im vierten Quartal 2004. Diese Sonderbelastungen beinhalten im Wesentlichen die vorzeitige Tilgung einer von Northrop Grumman akquisitionsbedingt gehaltenen so genannten „Seller Note“ in Höhe von 600 Millionen Dollar. Ohne diese und weitere refinanzierungsbedingte Aufwendungen läge der Nettogewinn im vierten Quartal 2004 bei 34 Millionen Dollar oder 0,34 Dollar pro Aktie.

„Das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2004 waren Zeiten großer Herausforderungen. Dazu trugen nicht nur eine Reihe von Kapitaltransaktionen auf dem Weg zu einem unabhängigen Unternehmen in 2003 bei. Auch der starke Wettbewerb setzte uns sehr unter Druck“, kommentiert John C. Plant, President und Chief Executive Officer von TRW die Ergebnisse. „Neben unserem Gang an die Börse haben wir auch unsere finanziellen und operativen Ziele für 2004 erreicht. Und das trotz signifikantem Kostendruck und negativen Auswirkungen eines schrumpfenden Fahrzeugmarktanteils unserer Großkunden in Nordamerika. Viel von unserem Erfolg ist auf unser diversifiziertes Produktportfolio, die geografisch ausgeglichene Präsenz, die Wirksamkeit unserer Kostenreduzierungsprogramme und das Engagement und die Entschlossenheit unserer Mitarbeiter zurückzuführen.“

Für das gesamte Geschäftsjahr 2004 weist TRW einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar aus. Das entspricht einer Steigerung um 703 Millionen Dollar bzw. sechs Prozent gegenüber dem Pro-forma-Umsatz des vergangenen Geschäftsjahres (2003: 11,3 Milliarden Dollar). Der Betriebsgewinn für das vergangene Jahr wird mit 583 Millionen Dollar angegeben, der Nettogewinn mit 29 Millionen Dollar oder 0,29 Dollar pro Aktie. Das Ergebnis enthält Aufwendungen vor Steuern in Höhe von 173 Millionen Dollar, welche im Wesentlichen durch den Rückkauf von öffentlichen Anleihen beim Börsengang, durch den Rückkauf der „Seller Note“ und durch die Refinanzierung von Krediten entstanden sind. Ohne diese Kosten der Schuldentilgung und die Ausgaben für Refinanzierungen läge der Nettogewinn bei 173 Millionen Dollar oder 1,72 Dollar pro Aktie.

Zum Vergleich: TRW wies in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres 2003 (Ende: 31.12.2003) einen Umsatz von 9,4 Milliarden Dollar und einen Nettoverlust von 101 Millionen Dollar oder 1,16 Dollar pro Aktie aus. Dieser zehnmonatige Zeitraum repräsentiert den Berichtszeitraum seit dem Kauf des Automotive-Geschäftsbereichs der ehemaligen TRW Inc. durch Blackstone von der Northrop Grumman Corporation am 28. Februar 2003. Für die zwei Monate vor der Übernahme wies das Vorgängerunternehmen einen Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 31 Millionen Dollar aus. Aufgrund der Akquisition enthält das Gesamtjahresergebnis zum 31. Dezember 2003 bestimmte konsolidierte und kombinierte Finanzinformationen. Diese wurden so angepasst (gekennzeichnet als pro forma), wie wenn die Akquisition zum 1.1.2003 stattgefunden hätte.

Für das Gesamtjahr 2005 erwartet das Unternehmen Umsätze von 12,3 bis 12,7 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,50 bis 1,75 Dollar pro Aktie. Den Schätzungen liegen TRW-Aussagen zufolge die Annahme eines weniger günstigen Produktionsumfeldes und der Einfluss höherer Preise für Rohmaterial zugrunde – außerdem wurden dabei bereits Aufwendungen in Höhe von rund drei Millionen Dollar für Refinanzierungen berücksichtigt, die im vierten Quartal 2004 eingeleitet wurden. Zudem umfasst die Ergebnisschätzung weitere geplante Aufwendungen von insgesamt rund 76 Millionen Dollar, woran Restrukturierungsmaßnahmen und die Amortisation von immateriellen Vermögensgegenständen mit 35 Millionen bzw. 33 Millionen Dollar den größten Anteil haben. Die Ausgaben für Investitionen setzt das Unternehmen mit etwa vier Prozent des Umsatzes an. Mehr Details zu den Ergebnissen für das vierte Quartal bzw. das Gesamtjahr 2004 können – in englischer Sprache – unter www.trwauto.com im Internet abgerufen werden.

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