Wechselhafte Bedingungen für den DTM-Lauf in Zandvoort erwartet

Die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) gastiert am Wochenende vom 3. bis zum 5. September in Zandvoort. Reifenhersteller Dunlop, der die Rennserie exklusiv mit seinen Pneus ausrüstet, sagt für das Rennen auf dem niederländischen Kurs wechselhafte Bedingungen voraus – und das nicht nur mit Blick auf die derzeit eher unbeständigen Wetterverhältnisse. „Nur die Sanddünen trennen die Rennstrecke von der Uferpromenade und dem Nordseestrand. Da ist es nur natürlich, dass ständig feine Sandkörner auf die Strecke geblasen werden“, erklärt Dunlop-Renndienstleiter Manfred Theisen. Dies sorge für unterschiedliche Streckenbedingungen, weil das Asphaltband immer wieder ein wenig freigefahren werden müsse.

„Am Nachmittag ist das meist kein Problem mehr, da die verschiedenen Rennserien am Vormittag den Kurs bereits gesäubert haben“, so Theisen weiter. „Allerdings sind die gefahrenen Zeiten im freien Training am Morgen oder beim Warm-up am Sonntagvormittag oft nicht repräsentativ.“ Erst wenn das Gemisch aus Reifenabrieb und Sandkörnern beseitigt sei, könne eine echte Prognose für das Renntempo abgegeben werden. Die Reifen können seinen Worten zufolge den vollen Grip zunächst nur schwer aufbauen, weil sich millimeterkleine Sandkörnchen zwischen Asphalt und Reifenlauffläche schieben. „Das vermindert den Reibwert“, erläutert Theisen. „Selbst der besonders weiche Gummi von Rennreifen kann dann nicht mehr die optimale Haftung bieten. Das ist so glatt wie ein Spaziergang auf Erbsen.“

Allerdings versuchen die Reifentechniker von Dunlop, zusammen mit den Ingenieuren der Teams auch für diese Bedingungen die bestmögliche Strategie zu erarbeiten. So kann man etwa für das Qualifying, die Superpole und gegebenenfalls auch für das Rennen die Reifen im freien Training kurz „anfahren“. Dabei wird die oberste, sehr glatte Schicht der Lauffläche bereits etwas aufgeraut, ohne den Leistungshöhepunkt neuer Reifen (den so genannten „Peak“) bereits zu erreichen, erklärt der Reifenhersteller. „Das ist gerade bei sehr glatten Streckenverhältnissen sinnvoll“, sagt Renndienstleiter Theisen. „Denn dann reicht die Aufwärmrunde oft nicht aus, um dem Reifen den bestmöglichen Grip abzufordern. Wenn man angefahrene Pneus benutzt, kann man die optimale Performance dann gleich bei der ersten schnellen Runde abrufen – besonders bei der Superpole muss ja alles gleich passen.“

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