Bridgestone profitabler als erwartet

Bridgestone hat die eigenen Erwartungen für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2003 übertroffen, geht angesichts des starken Yen, hoher Rohstoffpreise und der noch nicht ausgestandenen Folgen des Großbrandes im japanischen Werk Tochigi für 2004 aber davon aus, das hohe Niveau nicht halten zu können. In 2003 erhöhte sich der Konzernumsatz um zwei Prozent auf 2.304 Mrd. Yen (ca. 16,9 Mrd. Euro). Der Nettogewinn (net income) verdoppelte sich fast auf 88,72 Mrd. Yen (651,5 Mio. Euro), für 2004 werden etwa 550 Millionen Euro erwartet. Beim Operating income, das 1,345 Mrd. Euro betrug, musste in 2003 ein leichtes Minus gegenüber dem Vorjahr hingenommen werden. (Alle Zahlen gemäß aktuellem Währungskurs)

Das Ergebnis ist charakterisiert von großen geographischen Unterschieden: In Japan setzte der Erholungsprozess der Wirtschaft in 2003 nur langsam ein: Beim Umsatz konnte eine zweiprozentige Steigerung auf 7,747 Mrd. Euro im Heimatmarkt registriert werden, beim Operating income musste allerdings ein fünfprozentiges Minus auf 947,9 Mio. Euro verzeichnet werden. Bei Stückzahlen für die Erstausrüstung auf heimischen Automobilen verzeichnete Bridgestone Stagnation, Wachstum kam von den Exportautos. Auf dem heimischen Ersatzmarkt war die Nachfrage schwach.

In Amerika büßte Brigestone ein Prozent Umsatz ein (auf 7,2 Mrd. Euro), konnte aber beim Operating income um fünf Prozent auf 143 Mio. Euro zulegen. Bei Erstausrüstungsreifen für Lkw konnte Bridgestone eine starke Nachfrage verzeichnen. Bei Pkw-Reifen hat der Reifenhersteller Einbußen in der Erstausrüstung durch eine positive Entwicklung der Premiummarke Bridgestone im Ersatzgeschäft kompensieren können.

In Europa konnte der japanische Konzern seinen Umsatz um 20 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro steigern und legte beim Operating income gar um 87 Prozent auf 113 Mio. Euro zu. Der Konzern verweist vor allem auf den stark gestiegenen Anteil besonders hochwertiger Produkte. Bei Pkw-Reifen konnte in der Erstausrüstung ein starkes Wachstum verzeichnet werden und auch im Ersatzgeschäft konnte man zulegen, wobei darauf hingewiesen wird, dass der Reifenhersteller sein Netzwerk an Verkaufsstellen ausbauen konnte. Die ebenfalls positiven Wachstumswerte bei Lkw-Reifen sind unter anderem auf das gestiegene Geschäftsvolumen mit großen Flottenbetreibern zurückzuführen.

Die anderen Weltregionen standen in 2003 für 2,6 Mrd. Euro (plus 21 Prozent) bzw. ein Operating income von 159 Mio. Euro (minus 1 Prozent zu 2002).

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