„Tradesprint“-Software mit erweiterter Werkstattfunktionalität

Mit dem so genannten „Werkstatt-Cockpit“ hat die Command AG (Ettlingen) ihre SAP-Branchenlösung „Tradesprint“ für den technischen Großhandel, Kfz-Teile- und Reifenhandel um spezifische Funktionen im Bereich Werkstattaufträge und Reparaturen erweitert. Mit dem Werkstattmodul ergänzt das Unternehmen die Reihe der verfügbaren „Cockpits“ für das Programm, das dank dieses Konzepts verschiedene Transaktionen unter einer einheitlichen Einstiegsmaske bündelt und damit vor allem den Arbeitsablauf erleichtern soll, weil der Wechsel zwischen unterschiedlichen Masken entfallen kann.

„Zum Beispiel kann bei Kfz-Teilehändlern mit einer angeschlossenen Werkstatt die gesamte Abwicklung von Werkstattaufträgen über nur eine Bildschirmmaske erfolgen“, sagt der Anbieter. „Der Auftrag wird – eventuell bereits mit Materialvorschlägen – im ‚Werkstatt-Cockpit‘ angelegt und die Arbeitskarte für den Monteur gedruckt. Im Anschluss an die Reparatur erfasst der Monteur – wiederum im ‚Cockpit‘ – seine Arbeitszeiten und die eingebauten Materialien, die automatisch vom Lagerbestand in ‚Tradesprint‘ abgebucht werden.“

In den Fahrzeugstammdaten könnten darüber hinaus die vom Gesetzgeber vorgegebenen Wartungsintervalle (z.B. für TÜV, AU usw.) hinterlegt werden, woraus das System Wartungspläne generiere. Die Kunden können aus dem „Cockpit“ heraus in Bezug auf einen fälligen Wartungstermin hin selektiert und in Serienbriefen angeschrieben werden. Für den technischen Großhandel wurden auch die Reparaturabläufe bei technischen Geräten berücksichtigt: Beim Eröffnen eines Reparaturauftrags im „Cockpit“ kann neben der Eingabe des Fehlers bzw. Fehlercodes auch die Abholung des Artikels durch den Techniker veranlasst werden – ebenso die Rücksendung des reparierten Artikels an den Kunden nach der Instandsetzung.

Damit bestehende Garantieansprüche automatisch berücksichtigt werden, lassen sich nach Command-Angaben die Garantiecodes der einzelnen Hersteller hinterlegen. Die Reparaturrechnung geht dann nicht an den Kunden, sondern direkt an den Hersteller. Außerdem bestehe die Möglichkeit, direkt im „Cockpit“ einen Kostenvoranschlag zu erstellen, Sonderrabatte festzulegen oder Festpreise für bestimmte Leistungen anzusetzen und unabhängig vom tatsächlichen Aufwand abzurechnen, wie etwa für einen Ölwechsel.

Eingebundene digitale Teilekataloge wie zum Beispiel Centrodigital oder TecDoc liefern dabei nicht nur die Ersatzteilinformationen, sondern auch Pauschalzeiten für bestimmte Standardleistungen. Wenn ein Material nicht vorrätig ist, kann mittels der neuen „Tradesprint“-Erweiterung über die Kommunikationsplattform TecCom eine Verfügbarkeitsprüfung beim Lieferanten durchgeführt werden.

Die Bezahlung erfolgt nach wie vor über das „Kassen-Cockpit“, dem das „Werkstatt-Cockpit“ alle für den Zahlungsvorgang benötigten Daten zur Verfügung stellt. Der Kunde kann entweder bar oder mit Kreditkarte an der Werkstatttheke bezahlen. Bei der Zustellung des reparierten Artikels durch den Händler wird ein Rücklieferschein erstellt und die Rechnung kann zugeschickt werden.

Derzeit arbeiten laut Anbieter bereits zwei Bosch-Vertragsgroßhändler als Pilotbetriebe mit der neuen „Cockpit“-Lösung. Zu der vom 18. bis zum 24. März 2004 in Hannover stattfindenden IT-Messe CeBIT will die Command AG, die inklusive der Niederlassungen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf derzeit 220 Mitarbeiter beschäftigt und im letzten Geschäftsjahr (endete am 30. April 2003) einen Umsatz von 25,9 Millionen Euro erwirtschaftete, das neue „Werkstatt-Cockpit“ als Bestandteil von „Tradesprint“ präsentieren.

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