Bridgestone übernimmt Reifen Schwarz (update)

„Es ist ein zukunftsweisender Beschluss und wichtig für unsere Mitarbeiter“, sagte gestern Abend Thomas Schwarz, Geschäftsführer des im Mittelpunkt eines vorläufigen Insolvenzverfahrens stehenden Traditionsunternehmens Reifen Schwarz Deutschland KG, schreibt die Passauer Neue Presse. Zuvor war verkündet worden, dass der weltweit größte Reifenanbieter Bridgestone einen Großteil der 44 Schwarz-Filialen übernehmen und für diese den Namen Reifen Schwarz beibehalten will.

„Der vorläufige Gläubigerausschuss hat heute einstimmig beschlossen, unwiderruflich seine Zustimmung zur Annahme eines Angebots der Firma Bridgestone zu erteilen, wonach ein Großteil der Filialen der Firma Reifen Schwarz einschließlich der Mitarbeiter übernommen wird – und zwar langfristig“, sagte gestern Abend Christian Reidel, Generalbevollmächtigter der Firma Reifen Schwarz. Ob es sich bei der Übernahme um die Mehrheit der Firmenstruktur handelt, wollte Reidel gestern nicht erwähnen. „Das Insolvenzverfahren wird aller Voraussicht nach Anfang Dezember endgültig eröffnet werden, und ab diesem Zeitpunkt kann – und wird, hoffe ich – die Insolvenzverwalterin dieses Angebot annehmen“, so Reidel zum anstehenden Prozedere. Ab Montag bereits werde Bridgestone die Firma Schwarz beratend und auch operativ unterstützen. Die Filialen werden auch nach der Übernahme unter dem Firmennamen Reifen Schwarz fortgeführt, bestätigte Günter F. Unterhauser, Deutschland-Chef von Bridgestone. „Reifen Schwarz ist ein Unternehmen, das gut verbreitet ist in Niederbayern. Und wir haben starkes Interesse, in Niederbayern zu expandieren“, kommentierte Unterhauser den Einstieg.
„Sofern noch einige Unwägbarkeiten aus dem Weg geschafft werden können, kann man zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass ein Großteil der Mitarbeiter langfristig übernommen werden kann“, versuchte Reidel Ängste der 380 Schwarz-Mitarbeiter zu verringern. Weitere Details wollte Reidel zunächst den Mitarbeitern in der nächsten Woche bei Betriebsversammlungen mitteilen, ehe er an die Presse gehe. „Uns liegt viel daran, die Mehrheit der Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen, die Infrastruktur aufrecht zu erhalten und sogar zu verstärken“, sagte Günter F. Unterhauser und kündigte bereits für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro an. Er wolle zudem mit Vermietern von Schwarz-Filialen langfristige Mietverträge abschließen.

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