Pneumant einigt sich mit der Stadt Fürstenwalde bei Energiekosten

Ausgangspunkt war ein Vertrag , der unter der Regie der Treuhand abgeschlossen worden war, die zu diesem Zeitpunkt alleinige Eigentümerin des Sanierungsobjektes Pneumant war. Die Treuhand hatte sich gegenüber der Wärmeversorgung-GmbH Fürstenwalde, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Stadt Fürstenwalde, verpflichtet, zehn Jahre lang Prozesswärme abzunehmen. Im Laufe der Zeit stellte sich dann heraus, dass die Vorteile einseitig auf Seiten des Wärmeerzeugers lagen und die Kosten so hoch waren, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Pneumant am Standort Fürstenwalde gefährdet war. Eine Verschärfung der Situation erfolgte nach der Akquisition durch The Goodyear Tire & Rubber Co., denn das Werk nahe der polnischen Grenze ist ohnehin recht klein und hat es schwer, sich gegenüber dem größten europäischen Werk der Goodyear im polnischen Debica kostenmäßig behaupten zu können. Die weitere Entwicklung schien damit stark gefährdet. Im Laufe der Jahre hat die Landesregierung verschiedentlich die Wogen zu glätten versucht. Die jetzt gefundene Lösung dürfte einer Rettung im letzten Augenblick gleich gekommen sein, denn der sowieso unter hohem Kostendruck leidende Goodyear-Konzern hatte jegliche Geduld verloren. So aber verlautete jetzt offiziell auf einer Pressekonferenz in Fürstenwalde im Beisein des Bürgermeisters der Stadt, man habe eine Lösung gefunden, die sich langfristig positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Standort Fürstenwalde mit seinen 600 Arbeitnehmern auswirken werde. Das ist eine vornehme Umschreibung dessen, dass der vom Goodyear-Konzern zu zahlende “einmalige Betrag für entgegangene Einnahmen” sich in einem sehr überschaubaren Rahmen hält.

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