Pirelli-Eigentümer streiten weiter über die internen Machtverhältnisse

In der Auseinandersetzung zwischen den chinesischen und italienischen Eigentümern Pirellis gibt es eine neuerliche Volte (Bild: NRZ/Arno Borchers)

In der Auseinandersetzung zwischen den chinesischen und italienischen Eigentümern Pirellis gibt es eine neuerliche Volte. Ende vergangener Woche hatte Camfin – die Gesellschaft von Pirellis Executive Vice Chairman Marco Tronchetti Provera hält 25,3 Prozent der Aktien des Reifenherstellers – betont, man werde die Aktionärsvereinbarung mit Sinochem zur Regelung der internen Machtverhältnisse zwischen den Großaktionären nicht verlängern. Das offenkundige Ziel: Pirelli wird unabhängig(er) von den Einflüssen seiner chinesischen Miteigentümer und behält damit den Zugang zum wichtigen US-amerikanischen Reifenmarkt. Gestern Abend nun legte Sinochem nach; der chinesische Staatskonzern hält 34,1 Prozent der Pirelli-Aktien und ist damit größter Eigentümer. In einem Statement betonte Sinochem, man habe seinerseits „eine strukturierte Lösung“ unterbreitet. Deren offenkundiges Ziel: den Erhalt des Einflusses auf Pirelli. Eine Lösung allerdings, die Camfin wiederum umgehend als „schädlich für das Pirelli-Geschäftsmodell“ zurückwies. Camfin betonte unterdessen gleichzeitig „seine Bereitschaft, Lösungen im Interesse des Unternehmens, des Marktes und aller Beteiligten zu diskutieren“.

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