Von festgerosteten Radschrauben/-muttern über Genitalien zum Höhepunkt

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Was zunächst interessant erscheint entwickelt sich beim weiteren Leser nach und nach zu einer immer größeren Belastung für das Zwerchfell (Bilder: Screenshots)

Die leicht schlüpfrige Frage danach, ob festgerostete Radschrauben/-muttern irgendetwas mit dem Schambereich, Genitalien oder Höhepunkten zu tun haben könnten, würde sicherlich jeder in der Reifenbranche mit einem nachdrücklichen Nein beantworten. Nicht aber die unter dem Namen „Toptechniker“ (!) im weltweiten Datennetz präsente Website, über welche die NEUE REIFENZEITUNG unlängst gestolpert ist. Ausweislich ihrer Menüeinträge will sie ein breites Themenspektrum abdecken und dabei „praktische Anleitungen und Artikel zu Technik, Autos, Werkzeugen, Heimwerken und dem Alltag“ bieten. Zu den vermeintlich „hilfreiche[n] Tipps für technikaffine Leser“ gehört dabei eben gerade ein Beitrag dazu, wie sich festgerostete Radschrauben und Radmuttern am besten lösen lassen. Bevor Sie sich in Erwartung seriöser Informationen selbst darauf stürzen wollen, müssen wir allerdings eine Warnung aussprechen – für Ihr Zwerchfell. Denn das wird beim Lesen des dort Verzapften aufs Ärgste strapaziert.

Es stammt wohl aus der Feder wahlweise einer amoklaufenden künstlichen Intelligenz oder von jemandem mit naturgegebener Dummheit. Allein Zwischenüberschriften wie „Wieso entstehen Radmuttern so herzhaft?“ oder „Befestigung Radmuttern abschnallen – Genitalien im Rahmen Schambereich Formel“ und „Spesen zum Radbolzen selbst ändern“ machen schnell klar, dass man hier im völlig falschen Film ist. Im länglichen Fließtext wird’s ebenfalls nicht besser. Beispiel gefällig? „Je nachdem, ob das Automobil zum Höhepunkt kommt, kommen Radschrauben oder Radmuttern zum Auftritt“ ist nur eines der zahlreichen „Highlights“. Etwas Gutes hat das Ganze jedoch im „Haftungsausschluss“ (besser ist das) betitelten letzten Abschnitt, selbst wenn der wie alles an dem Beitrag reichlich verquer formuliert ist: „Unsereriner Rat geben generell, buckeln am Kraftfahrzeug allerdings von Seiten eines Spezialisten durchführen zu lassen.“ Oder mit anderen Worten: Lass das mal lieber den Fachmann machen.

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