Reifenlagerung: Licht und Chemie meiden

Nach dem Wechsel auf Winterreifen brauchen die Sommerpneus einen geeigneten Platz, damit sie nicht ausgerechnet in der ungenutzten Zeit Schaden nehmen. Wandern sie achtlos in die nächste Kellerecke, kann dies die Lebensdauer verkürzen und zu Schäden führen. „Die Hersteller setzen Reifen zwar Mittel gegen Alterung zu, doch altern die Reifen schneller, wenn sie Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Ozon und Wärme ausgesetzt sind. Ihre betriebsfreie Zeit verbringen sie deshalb am besten in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum“, so Christian Koch, Reifensachverständiger bei Dekra.

Auch Kraftstoffe, Öle, Farben, Fette und andere Chemikalien greifen Reifen an und dürfen nicht mit ihnen in Kontakt kommen. Ebenso sind Pneus in Maschinenräumen absolut an der falschen Adresse. Der Grund: Elektromotoren, Transformatoren und Schweißgeräte setzen das für Reifen schädlich Ozon frei. Bevor es in eine geeignete Unterkunft geht, gibt es für den Reifenmonteur allerdings noch etwas zu tun. Vor dem Abziehen der Sommerreifen gilt es, den Reifendruck, um etwa 0,5 bar zu erhöhen, da der Druck im Laufe von Monaten nachlässt und die Reifen sich verformen könnten. Ratsam sei es auch, die Montageposition des Sommerreifens am Fahrzeug mit Wachskreide zu markieren. Die Sommerreifen sollten mit Wasser gereinigt und getrocknet werden. Sei das Profil von Steinchen und anderen Fremdkörpern befreit, geht es ab ins Winterquartier. Reifen ohne Räder lagern stehend und werden von Zeit zu Zeit etwas gedreht, damit sich keine Druckstellen bilden. Pneus mit Rädern stapelt man liegend übereinander oder hängt sie an die Wand. Und wer keinen geeigneten Platz für seine Reifen hat, der sei im Reifenhotel des Fachhandels gut aufgehoben. cs

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