Onlinepetition gegen die Deutsche Umwelthilfe gestartet

Deren Bemühungen, die Automobilbranche als todbringenden Umweltverschmutzer darzustellen, haben Michael Rödl ganz augenscheinlich zu veranlasst, eine Onlinepetition gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf den Weg zu bringen. Bei dem Initiator handelt es sich nach Informationen von Autohaus Online um einen 55-jährigen gelernten Kfz-Mechaniker, der jahrelang bei unterschiedlichen Autoherstellern als Versuchsfahrer in der Fahrzeugentwicklung gearbeitet hat. Wie den Angaben der für das Ganze genutzten Plattform OpenPetition zu entnehmen ist, wird als Ziel der Aktion letztlich angestrebt, dass der DUH ihr Status der Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Denn dieser werde zu wirtschaftlichen Zwecken missbraucht. Auf ihren Druck hin gebe es „immer mehr Vorschriften, die der Verein dann selbst gegen Gebühr überwachen darf“. Dabei seien die als Begründung dafür herangezogenen Messwerte falsch, sodass die DUH die Endverbraucher letztlich durch Urteile schädige, die durch falsche Fakten begründet werden, und sie somit in ihren Bürgerrechten beschneide. Die Organisation schädige insofern „die Allgemeinheit durch Vorsatz“, weshalb zugleich noch gefordert wird, die finanzielle Förderung der DUH aus Steuermitteln zu beenden.

„Die DUH verklagt immer mehr Städte wegen schlechter Luft ohne einen belastbaren Beweis vorbringen zu können, dass ausschließlich die Dieselfahrzeuge dafür verantwortlich sind. Es werden die festgelegten Werte der EU-Kommission für Luftwerte im Gesamten als Begründung vorgelegt: 40 µg NOx pro Kubikmeter Luft (eine Adventskerze verursacht 200 µg, am Arbeitsplatz sind in Deutschland je nach Arbeitsplatzumgebung bis zu 950 µg als Spitzenwert erlaubt – zum Beispiel Fabrikanlagen –, in der Schweiz bis zu 6.000 µg). Die Messungen, die als Grundlage für die Klagen dienen, werden durch teilweise willkürlich aufgestellte Messstationen erhoben, so der Verdacht. Die darauf beruhenden Ergebnisse sind somit nicht beweiskräftig. Beispiel: Im Winter/Frühjahr 2018 wurde in Stuttgart mehrfach Feinstaubalarm ausgelöst. Wie sich hinterher herausstellte, war natürlicher Pollenflug die Ursache für die erhöhte Feinstaubbelastung in der Innenstadt. In Oldenburg wurde der Stickoxidwert überschritten, obwohl an dieser Stelle tagelang kein einziges Auto unterwegs war“, wird als Begründung für die Petition angeführt. Bis dato haben sie bereits gut 31.700 von angestrebten 50.000 Unterstützern unterzeichnet. Die Sammlung läuft noch sieben Wochen. cm

2 Kommentare
  1. Thomas Fritzsche says:

    Hallo, ich bin auch für Umweltschutz, aber wer hat denn diese manipulierten Dieselfahrzeuge auf den Markt gebracht? Liebe, sogenannte Umwelthilfe, verklagt doch die Autohersteller auf Rücknahme und Tausch in einen umweltfreundlichen Wagen o h n e Kosten für den Halter, denn der ist schließlich betrogen worden. Außerdem könnte man erst einmal die riesigen Tanker und Kreuzfahrtschiffe anhalten, kein Schweröl mehr zu tanken. Da gibt es sicher auch etwas zu tun. P.S.: Meinen Diesel habe ich wegen anstehender, hoher Reparaturkosten leider abgeben müssen, nach 12 Jahren und 250tsd Kilometer habe ich mir jetzt einen DACIA Benziner gekauft. Gruß aus Bochum und ein frohes Weihnachtsfest.

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