Über 65 Prozent der Räder im Aftermarket werden im Winter verkauft

Die Stimmung auf dem Rädermarkt bietet keinen Grund zur Freude. Die Räderhersteller schätzen die Entwicklung auf der Wert- und Stückebene ähnlich wie im Vorjahr als stagnierend beziehungsweise tendenziell rückläufig ein. Dies ergab die Jahresauswertung 2017 der BBE Automotive-Panel-Befragung im Auftrag des Arbeitskreises Felgenhersteller im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V.

Während ECE-Räder, OE-nahe Stylings und Größen sowie Räder mit seriennahen Abmessungen gute Marktperspektiven hätten, würden die Tuningvarianten eher rückläufig sein. Auch schätzten die Panel-Teilnehmer die Zukunft für eintragungspflichtige Räder und mittelpreisige No-Name-Produkte eher negativ ein. Zudem würden nach ihren Einschätzungen auch Stahlräder und seriendimensionierte Räder bis 16 Zoll weiter unter Preisdruck leiden. Auf etwa 4,05 Millionen Aluminiumräder wird der Sell-In-Absatz in 2017 von den Panel-Teilnehmern beziffert (das deutsche Aftermarket-Geschäft ohne Verkäufe an Fahrzeughersteller und -importeure).

Dies sei eine Steigerung um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Stahlrädern seien von den Panel-Teilnehmern rund 1,71 Millionen Räder in den deutschen Aftermarket verkauft worden. Während die Alu-Räder in 17 bis 20 Zoll in 2017 ein Wachstum erfahren haben, seien die Marktanteile der Räder zwischen 13 und 15 Zoll gesunken. Die 13 Zoll Räder seien mit einer Stückzahl von unter 2.500 Rädern faktisch nicht mehr vorhanden. Den größten Marktanteil hätten mit 33,46 Prozent die 16-Zoll-Räder. Während 2010 im Frühjahr noch 49,0 Prozent und im Winter 51 Prozent der Räder verkauft wurden, seien es 2017 noch 34,4 Prozent der Räder im Frühjahr und 65,6 Prozent im Winter gewesen. Die Erstausstattung mit Aluminiumfelgen werde immer höher. Der Bedarf im Winter steige. Aber: Immer mehr werde sich der Ganzjahresreifenboom bemerkbar machen, heißt es bei den Panel-Teilnehmern. Sie rechneten mit einem Rückgang des Rädervolumens im Aftermarket um etwa fünf Prozent. Die OE-Aktivitäten im Wintergeschäft werden von den Panel-Teilnehmern weiter steigend eingeschätzt. Egal ob im Wintergeschäft für Neufahrzeuge oder generell. christine.schoenfeld@reifenpresse.de

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