Letzter Auftritt von BFGoodrich in der Rallye-WM

Selbst wenn der zweitplatzierte Marcus Grönholm rund um Cardiff gewinnen sollte, so würde dem 33-jährigen Franzosen Sébastien Loeb bereits ein fünfter Platz genügen, um seinen vierten Weltmeistertitel in Folge einzufahren. Wieviel Spannung das Rennen bringt, hängt also vom Verlauf ab, den Teamtitel hat BP Ford bereits sicher. Die Wales-Rallye Großbritannien, Finale der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft, ist für die zum Michelin-Konzern gehörende Reifenmarke BFGoodrich Tires der auf absehbare Zeit letzte Auftritt in der Königsklasse dieser Motorsport-Kategorie. In den vergangenen zwei Jahren seit ihrem Debüt in diesem Championat hat die Marke alle vier WM-Titel errungen und wird sich aller Voraussicht nach mit 32 Laufsiegen und ohne eine einzige Niederlage verabschieden. Dem Rallye-Sport bleibt BFGoodrich jedoch erhalten: Der Pneu-Hersteller will sein Engagement in der aufstrebenden Intercontinental Rally Challenge (IRC) sowie in unterschiedlichen nationalen Meisterschaften verstärken.

Auch wenn das Ende des Rallye-WM-Engagements der amerikanischen Reifenmarke bereits seit Jahresbeginn feststand: Das Entwicklungstempo sei von dieser Entscheidung nicht beeinflusst gewesen, so das Unternehmen und verweist als Beleg auf den neuen Schotterpneu vom Typ „g-Force Travel 10“, den BFGoodrich bei der Akropolis-Rallye Griechenland erstmals eingesetzt hat.

Insgesamt 60 Reifen durften die Priorität-1-Fahrer im Vorfeld für das Saisonfinale nominieren, von denen für die Rallye und den so genannten „Shakedown“ aber nicht mehr als 38 zum Einsatz kommen dürfen. Zur Wahl stehen g-Force Gravel-Pneus in vier verschiedenen Laufflächenmischungen: Der extraweiche „8-“ eignet sich für regnerische Verhältnisse und besonders geringe Außentemperaturen, der mittelweiche „8“ funktioniert bei gleichen Bedingungen und Wärmegraden zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Der „9-“ ist eine mittelweiche Mischung, die sich für das erstmalige Absolvieren einer jeden Wertungsprüfung eignet, während der g-Force Gravel „9“ auch mit nahezu sommerlicher Witterung (bis 25 Grad) zurecht kommt. Letztmalig weisen alle Reifen auch das pannenresistente „Mousse“-System auf, das im Falle einer Beschädigung von Pneu oder Felge ein ungehindertes Fortkommen sowie die Sicherheit von Fahrer und Beifahrer garantiert – die ATS-Technologie ist ab dem kommenden Jahr nicht mehr erlaubt.

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