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Schuldspruch: Amtsgericht Winsen (Luhe) verurteilt Unfallfahrer

In dem in der Öffentlichkeit viel beachteten Gerichtsverfahren wegen eines defekten Reifens und eines daraufhin entstanden tödlichen Verkehrsunfalls auf der A7 südlich von Hamburg gibt es nun ein Urteil. Die Richterin am Amtsgericht in Winsen (Luhe) befand den 24-jährigen Unfallfahrer gestern der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen für schuldig und verurteilte ihn zu acht Monaten Haft; die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt, so das Gericht im Landkreis Harburg bei Hamburg weiter. Darüber hinaus muss der Angeklagte eine Geldstrafe in Höhe von 1.400 Euro zahlen und seinen Führerschein für drei Monate abgeben. In der Begründung erklärte die Richterin, der Fahrer habe erkennen müssen, dass die Reifen des Autos zum Unfallzeitpunkt (Januar 2016) nicht mehr die erforderliche Profiltiefe aufwiesen. Die Anklage hatte betont, dass der Fahrer außerdem mit mindestens 180 km/h unterwegs war, als einer der Reifen plötzlich Luft verlor und den Unfall verursachte. Dabei wurde der nicht angeschnallte 23 Jahre alte Beifahrer aus dem Fahrzeug geschleudert und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Zwei auf der Rückbank sitzende Mitfahrer erlitten schwere innere Verletzungen. Im Laufe des Prozesses kam ein anderer Mitfahrer zu Wort, der von Problemen bereits auf der Hinfahrt berichtete: „Es hat sich angehört, als würden die Reifen gleich abfallen“, berichtet dazu der NDR. Auch habe mehrmals die Kontrollleuchte geblinkt. ab

 

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