Reifen Müller informiert Politiker über Sorgen und Nöte der Runderneuerung

Mittwoch, 7. Dezember 2016 | 0 Kommentare
 
Uwe Müller, Geschäftsführer des Reifen Müller Runderneuerungswerks (links), erläuterte seinen Gästen aus der Landes- und Lokalpolitik die Auswirkungen, die zunehmende Importe aus Fernost und der weitestgehende Wegfall der De-minimis-Förderung auf das Unternehmen hat
Uwe Müller, Geschäftsführer des Reifen Müller Runderneuerungswerks (links), erläuterte seinen Gästen aus der Landes- und Lokalpolitik die Auswirkungen, die zunehmende Importe aus Fernost und der weitestgehende Wegfall der De-minimis-Förderung auf das Unternehmen hat

Die deutsche Runderneuerungsbranche nutzt jede Gelegenheit, der Politik von ihren Sorgen und Nöten in Bezug auf die zunehmenden Importe sogenannter Billigreifen aus Fernost und auf die weitestgehend weggefallene De-minimis-Förderung zu berichten; solange die neue De-minimis-Förderrichtlinie nicht erschienen ist, besteht schließlich immer noch Hoffnung. Mitte vergangener Woche nun empfing der Runderneuerer und Reifengroßhändler Reifen Müller hohen politischen Besuch in seinem Runderneuerungswerk in Hammelburg. Dabei informierte Geschäftsführer Uwe Müller seinen Gästen Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr, Sandro Kirchner, Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie des Bayerischen Landtages, Thomas Bold, Landrat des Landkreises Bad Kissingen, sowie Armin Warmuth, Bürgermeister von Hammelburg, über Grundsätzlichkeiten einer Runderneuerung und insbesondere über „die angespannte Lage der mittelständisch strukturierten Runderneuerungsbranche in Deutschland“, wie es dazu in einer Mitteilung heißt.

Allein ein Produzent wie Reifen Müller mit einer Jahresproduktion von 76.000 Runderneuerten (2015) trage dazu bei, dass in Hammelburg mit der Produktion von Runderneuerten im Vergleich zur Neureifenproduktion über 4,3 Millionen Liter Rohöl und 4,8 Tonnen Rohstoffe eingespart und fast 5.100 Tonnen weniger Kohlendioxid ausgestoßen werden. In einer Gesprächsrunde präsentierte außerdem Hans-Jürgen Drechsler, der eigens aus Bonn angereiste Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), den CSU-Politikern Zahlen und Fakten zur aktuellen Lage der Runderneuerungsbranche in Deutschland. Dabei hob er hervor, dass zum einen durch drastisch zunehmende Billigimporte von (nicht runderneuerungsfähigen) Lkw-Neureifen aus China, zum anderen durch die seit Jahresbeginn deutlich eingeschränkte finanzielle Förderung des Kaufs von runderneuerten Lkw-Reifen im Rahmen des Förderprogramms De-minimis „eine ganze mittelständische Branche mehr und mehr in Existenznot gerate“.

Wie Drechsler appellierte auch Uwe Müller an seine Besucher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf politischer Ebene für die Interessen der Reifenrunderneuerungsunternehmen in Deutschland einzusetzen. Staatssekretär Eck sagte zu, die positiven Argumente „in seine Bemühungen einfließen zu lassen“. ab

 

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Kategorie: Runderneuerung

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