Marktsegmente Juli 2016: Zwei fehlende Arbeitstage bremsen Flottenmarkt

Montag, 8. August 2016 | 0 Kommentare
 
Der sogenannte „relevante Flottenmarkt“ fiel im Juli nach 31 Monaten unaufhörlichen Wachstums erstmals wieder, wenn auch nur um 2,1 Prozent
Der sogenannte „relevante Flottenmarkt“ fiel im Juli nach 31 Monaten unaufhörlichen Wachstums erstmals wieder, wenn auch nur um 2,1 Prozent

Infolge von zwei fehlenden Arbeitstagen gingen die deutschen Pkw-Neuzulassungen im Juli 2016 um insgesamt 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Arbeitstäglich bereinigt bleibt der Markt knapp auf Wachstumskurs. Mit 1,51 Prozent ist der Zuwachs aber so gering wie seit Mai 2015 nicht mehr. Im sogenannten „relevanten Flottenmarkt“ – das entspricht dem Markt aller gewerblichen Neuzulassungen ohne Fahrzeugbau, -handel und Autovermieter, also ausschließlich solche Fahrzeuge, die für betriebliche Zwecke und nicht für Weiterverkauf, Vermietung oder aus taktischen Gründen zugelassen wurden – gaben die Neuzulassungen im Vorjahresvergleich nominal um 7,3 Prozent nach. Nach Bereinigung um Arbeitstage bleibt ein Minus von 2,1 Prozent. Damit endet für das Marktsegment eine Serie: Von Dezember 2013 bis Juni 2016 war der relevante Flottenmarkt arbeitstäglich bereinigt für 31 Monate ununterbrochen gewachsen, heißt es dazu in einer Mitteilung von Dataforce. In den dreizehn Monaten von Juni 2015 bis Juni 2016 erreichte das Flottengeschäft stets die höchsten Neuzulassungen für den jeweiligen Kalendermonat. Einzige Ausnahme war der Monat Mai, wo der Bestwert von über 69.000 Neuzulassungen im Jahr 2011 nicht egalisiert werden konnte.

Trotz des leichten Rückgangs im Juli bleibt der relevante Flottenmarkt allerdings auf hohem Niveau und liegt weiterhin auf Kurs, um aufs Jahr gerechnet die Marke von 800.000 Neuzulassungen zu übertreffen, heißt es dazu weiter. Nach den rasanten Steigerungen der vergangenen Monate deute sich nun aber ein Plateau an, so Dataforce weiter. Der Privatmarkt konnte sich bei einem nominalen Rückgang von 3,5 Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt behaupten. Arbeitstäglich bereinigt nahm die private Neuwagennachfrage um 1,9 Prozent zu und konnte sich damit bereits zum vierten Mal in Folge vom Vorjahreswert absetzen. Die Sondereinflüsse Fahrzeugbau (minus 3,4 Prozent), Fahrzeughandel (plus 0,1 Prozent) und Autovermieter (plus 15,4 Prozent) steigerten in Summe ihre Neuzulassungen bereinigt um 3,5 Prozent.

Der Transportermarkt zeigte sich unbeeindruckt von den fehlenden Arbeitstagen im Juli. Die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen kletterten im Juli um nominal 6,4 Prozent. Arbeitstäglich bereinigt verbuchte der Markt mit 12,3 Prozent sogar ein zweistelliges Wachstum. Besonders kauffreudig waren die Autovermieter mit einem Zuwachs von fast 40 Prozent und die Privatkunden mit 18,2 Prozent. Fuhrparkmanager aus dem relevanten Flottenmarkt meldeten 7,5 Prozent mehr fabrikneue Transporter bei den Zulassungsstellen an. ab

 

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Kategorie: Markt

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