Herausforderung für Rennreifen: Schnelle Kurven, rauer Asphalt und hohe Kerbs

Mittwoch, 13. Juli 2016 | 0 Kommentare
 
Durch den Sand in Strandnähe können die Boliden ins Rutschen geraten
Durch den Sand in Strandnähe können die Boliden ins Rutschen geraten

Der zweite Auslands-Stopp der DTM in der Saison 2016 am Wochenende 15.-17. Juli 2016 im niederländischen Zandvoort ist für jeden Rennreifen eine echte Herausforderung. Besonders durch den spitzen und rauen Asphalt sowie den Sand, der vom nahegelegenen Meer ständig auf die Strecke weht, wird der Ventus Race von Hankook auch dieses Mal wieder stark gefordert. „Der aggressive Fahrbahn-Belag beansprucht die Lauffläche des Rennreifens mehr als das bei anderen DTM-Strecken der Fall ist. Dazu kommt der Sand, durch den sich die Bodenhaftung verschlechtert und die Boliden ins Rutschen geraten können. Deshalb ist es für die Piloten wichtig, immer auf der Ideallinie zu bleiben, denn die wird sehr schnell durch die Autos freigefahren“, erklärt Hankook DTM-Renningenieur Thomas Baltes.

Viele Piloten bevorzugen auf dem 4,307 Kilometer langen Asphaltband niedrige Luftdrücke, um die Aufstandsfläche des Slicks und damit das Grip-Niveau zu erhöhen, heißt es in einer Mitteilung von Hankook. In den schnellen, teils überhängenden Kurven wird deshalb die Reifenkonstruktion stark gefordert. „Zusätzlich wirken wegen der hohen Geschwindigkeiten starke Downforce-Kräfte auf den Ventus Race ein. Ein zu niedriger Luftdruck könnte deshalb zu höherem Verschleiß des Reifens führen“, führt der Hankook DTM-Renningenieur aus.
Eine weitere Herausforderung für den Rennreifen sind die teilweise sehr hohen und wegen ihres Alters oft ausgeschlagenen Kerbs, die von den Piloten häufig mit viel Speed überfahren werden. Thomas Baltes: „Auf dem Dünenkurs in Zandvoort wird der Hankook Rennreifen stärker als auf anderen DTM-Strecken beansprucht. Das gilt für die Lauffläche, aber in noch stärkerem Maße für die Konstruktion des Ventus Race.“

Am Ende der Start- und Zielgeraden bietet sich bei der Anfahrt zur Tarzanbocht, einer 180-Grad-Kehre, die beste Überholmöglichkeit. Aber auch in der Haarnadelkurve und der folgenden Schikane im letzten Streckenabschnitt kann attackiert werden. Bei Regen wird es auf dem Dünenkurs sehr schnell rutschig. „Zu Beginn vermischt sich das Wasser mit dem Sand und wird zu einem schmierigen Film auf der Fahrbahn. Da ist Vorsicht geboten. Regnet es weiter, wird die Strecke komplett vom Sand frei gewaschen. Aber ob im Nassen oder Trocknen, der Rennreifen von Hankook hat in der Vergangenheit die besonderen Herausforderungen in Zandvoort immer mit Bravour gemeistert“, so der Hankook DTM-Renningenieur Thomas Baltes. cs

Schlagwörter: , , , ,

Kategorie: Motorsport

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *