Lkw-Herstellern droht in Europa Rekord-Kartellstrafe

Donnerstag, 2. Juni 2016 | 0 Kommentare
 
Sehr europäischen Lkw-Herstellern droht eine Rekord-Kartellstrafe; die EU-Kommissionen wirft Daimler, MAN, Scania, DAF, Iveco und Volvo/Renault vor, über mehrere Jahre Preise abgesprochen und die Einführung neuer Emissionstechnologien verschleppt zu haben
Sehr europäischen Lkw-Herstellern droht eine Rekord-Kartellstrafe; die EU-Kommissionen wirft Daimler, MAN, Scania, DAF, Iveco und Volvo/Renault vor, über mehrere Jahre Preise abgesprochen und die Einführung neuer Emissionstechnologien verschleppt zu haben

Sechs europäischen Lkw-Herstellern steht offenbar „die größte EU-Kartellstrafe der Geschichte“ ins Haus. Die EU-Kommission wirft den Herstellern Daimler, MAN, Scania, DAF, Iveco und Volvo/Renault – zusammen haben die sechs in Europa einen Marktanteil von nahezu 100 Prozent – vor, in den Jahren 1997 bis 2011 Preise abgesprochen und die Einführung neuer Emissionstechnologien verschleppt zu haben, wie die Süddeutsche Zeitung dazu berichtet. Das Kartell habe den Straßentransport wie auch jedes zu transportierende Gut verteuert, heißt es dazu vonseiten der EU-Kommission.

Während die Untersuchungen bereits seit 2011 andauern, scheint die Kommission nun kurz vor einer Entscheidung zu stehen, ergänzt dazu die Financial Times. Vorsorglich haben die Hersteller bereits 2,6 Milliarden Euro zurückgelegt. 850 Millionen davon entfallen auf den Hersteller DAF, 600 Millionen auf Daimler, rund 450 Millionen hat Iveco, weitere rund 400 Millionen hat Volvo zurückgelegt. Der Hersteller MAN, der zur Volkswagen AG gehört und damals maßgeblich an der Aufdeckung der vermeintlichen Kartellvorgänge beteiligt war, wird möglicherweise einer Strafe entgehen. Nur Hersteller Scania, der ebenfalls zum Volkswagen-Konzern gehört, hat der FT zufolge kein Geld zur Seite gelegt. Den EU-Rahmenbedingungen folgend könnte die Strafe gegen die sechs Hersteller aber noch deutlich höher ausfallen. Danach sind Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes möglich, was bei den involvierten Firmen eine Summe von etwa 10,7 Milliarden Euro ausmachen würde, rechnet die Süddeutsche Zeitung vor. ab

 

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Kategorie: Markt

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