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Europas erste Feinvermahlungsanlage für Schälschlangen steht in Landau

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Dass Altreifen ein wertvoller Sekundärrohstoff sind, erkannte Karl Kurz schon sehr früh. Seit über 60 Jahren ist die Verwertung von Altreifen sein Geschäft. Auf der Reifen in Essen stellte er seine kürzlich in Betrieb genommene Gummivermahlungsanlage für Schälschlangen aus Lkw-Laufflächen vor.

Nachdem Kurz schon seit vielen Jahren Altreifen in handtellergroße Stücke schreddert und dann auch granuliert, war die Entscheidung zum letzten Schritt der Altreifenverwertung nur folgerichtig. Die Feinvermahlungsanlage könne pro Stunden 2.000 Kilogramm Rohmaterial in feinstes Gummimehl zerkleinern. Hanna Schöberl, die Enkelin des Firmengründers: „Dieses Mehl ist vollständig frei von metallischer und textiler Verunreinigung und kann in Feinheiten bis 0,4 mm gemahlen werden:“ Das Mehl werde anschließend je nach Kundenwunsch in EVA beziehungsweise LDPE-Säcke verpackt. Momentan läuft die halb automatische Anlage im Einschichtbetrieb und wird von zwei Mitarbeitern bedient.

„Es ist wie immer bei einer Neueinführung“, so Geschäftsführer Karl Kurz, „die Kinderkrankheiten bleiben nicht aus. Deswegen fahren wir die Anlage zu Beginn auf niedrigem Niveau, um alle Abläufe zu beobachten, zu analysieren und später nach und nach auf die Endproduktionsgröße auszubauen.“ Die Anlage, die in drei Stufen arbeitet, kann neben Lkw-Reifen-Schälschlangen auch weitere Industrieabfälle oder andere Sekundärmaterialien verarbeiten. Kurz setzt seinen besonderen Fokus auf die Lohnvermahlung. In 2016 plant Kurz, ein Volumen von 5.000 Tonen Gummimehl zu produzieren. Dies könne dann etwa als Füllmaterial für Kunstrasen, im Straßenbau oder aber in der Neureifenproduktion verwendet werden. cs

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