Frauen informieren sich über Arbeitsplätze in Michelin-Fabrik

Ein Fertigungsbetrieb wie das Michelin-Pkw-Reifenwerk in Bad Kreuznach soll eine reine Männerdomäne sein? Dieses Vorurteil hat der Frauen-Zukunftstag bei 42 Besucherinnen ausgeräumt. Michelin hatte gemeinsam mit ProServ Produktionsservice & Personaldienste und der Agentur für Arbeit dazu eingeladen. „Noch immer wissen viele Frauen nicht, dass auch sie Perspektiven für eine berufliche Laufbahn in unserer Produktion haben“, erläutert Michelin-Personalleiter Peter Kubitscheck. „Tatsächlich sind viele unserer Arbeitsplätze auch für Frauen geeignet. Es gibt viele abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten in einem modernen Hightech-Unternehmen wie Michelin.“

Zunächst gab Kubitscheck einen Überblick über das Reifenwerk. Danach stellte der ProServ-Geschäftsführer sein Unternehmen vor. Anschließend gingen die Besucherinnen in Gruppen zu verschiedenen Arbeitsplätzen in der Produktion. Dort stellten die Mitarbeiterinnen ihre Tätigkeit vor und beantworteten Fragen. Bertram Schuster von der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach begrüßt dieses Angebot sehr: „Erfreulicherweise steigt die Erwerbstätigkeit von Frauen seit Jahren kontinuierlich. Innovative Unternehmen nutzen die vielfältigen Fähigkeiten von Frauen in der Produktion bereits heute und bieten ihnen gut bezahlte Vollzeitjobs – und damit neue Perspektiven.“

Nathalie Zeitz hatte sich am Frauen-Zukunftstag im September 2014 informiert. Heute arbeitet sie in der Reifenendkontrolle. Dort prüft sie Reifen auf sichtbare und tastbare Abweichungen vom strengen Michelin-Qualitätsstandard. Sie war die erste Frau bei Michelin, welche diese verantwortungsvolle Aufgabe ausübte. Nachdem sie zunächst von ProServ für die Tätigkeit bei Michelin eingestellt wurde, hat sie der Reifenhersteller inzwischen übernommen. Marina Langguth, die ihre Karriere ebenfalls bei ProServ gestartet hatte, wurde im Februar 2014 von Michelin übernommen. Nach ihrer Tätigkeit als Maschinenbedienerin in verschiedenen Abteilungen arbeitet sie heute in einer Kontrollabteilung für Reifen und Fertigungsprozesse. Sie weiß, welche Vorurteile Außenstehende haben. „Als ich meinen Bekannten sagte, dass ich bei Michelin arbeite, sagten sie, ‘ach so, am Fließband’. Die wissen gar nicht, wie abwechslungsreich und interessant meine Tätigkeit ist“, erzählt sie von ihren Erfahrungen.

Wie schon bei den vier vorigen Veranstaltungen waren auch dieses Mal deutlich mehr Anmeldungen eingegangen als Plätze vorhanden waren. Der nächste Informationstag für Frauen findet deshalb in wenigen Wochen statt. Michelin erwartet auch in diesem Jahr wieder einen Anstieg der Bewerbungen von Frauen. dv

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