Goodyear setzt in Genf öffentlichkeitswirksam auf Konzept- und UHP-Reifen

Mittwoch, 9. März 2016 | 0 Kommentare
 
Goodyear-Dunlop-Europapräsident Jean-Claude Kihn war in Genf zum Automobilsalon, dass „wir unsere Innovationen zeigen“
Goodyear-Dunlop-Europapräsident Jean-Claude Kihn war in Genf zum Automobilsalon, dass „wir unsere Innovationen zeigen“

Goodyear Dunlop zeigte in Genf auf dem diesjährigen Automobilsalon – neben einigen öffentlichkeitswirksam inszenierten und richtungsweisenden Konzepten wie dem „Goodyear Eagle-360“ – erstmals seine beiden neuen UHP-Flaggschiffe: den Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 sowie den Dunlop Sport Maxx RT 2. Im Mittelpunkt der Präsentation des Herstellers stehe dabei, so Jean-Claude Kihn, dass „wir unsere Innovationen zeigen“. Die alles überragende Konstante in der Branche und für die Produktentwicklung bei Goodyear Dunlop sei dabei „das Thema Sicherheit“, so der Goodyear-Dunlop-Europapräsident in Genf anlässlich einer Pressekonferenz.

Goodyear hat mit dem Eagle F1 Asymmetric 3 einen neuen UHP-Sommerreifen für leistungsstarke Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse entwickelt, der Ende des vergangenen Jahres erstmals in den Medien gezeigt wurde. Der Reifen zeichne sich durch hervorragende Bremswege und gute Handlingeigenschaften aus und biete „somit eine optimale Fahrzeugkontrolle auf trockenen und nassen Straßen“.

Der Reifen verfüge über die sogenannte „Active Braking Technology“. Sie bewirke, „dass der Straßenkontakt der Reifenaufstandsfläche während des Bremsvorgangs vergrößert wird und sorgt damit für einen verkürzten Bremsweg. Verantwortlich hierfür ist die Kontur der Profilrippen und Profilblöcke. Sie ist nicht flach, sondern ballig. Durch diese ballige Kontur vergrößert sich die Kontaktfläche zur Fahrbahn, wenn der Reifen beim Bremsen durch die dynamische Radlastverlagerung auf die Vorderräder auf die Straße gepresst wird. Zudem verfügt der Reifen über sehr viele Einkerbungen in der zweiten und dritten Blockreihe. Diese Einkerbungen bilden Greifkanten, die den Wasserfilm zerschneiden und somit das Gripniveau bei Nässe verbessern“, so der Hersteller in Genf.

Goodyear Dunlop EMEA zeigte in Genf erstmals seine beiden neuen UHP-Flaggschiffe: den Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 (Foto) sowie den Dunlop Sport Maxx RT 2

Goodyear Dunlop EMEA zeigte in Genf erstmals seine beiden neuen UHP-Flaggschiffe: den Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 (Foto) sowie den Dunlop Sport Maxx RT 2

Der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 besitze außerdem die sogenannte „Grip Booster Technology“. Dabei handelt es sich um eine spezielle Laufflächenmischung mit Naturharzen. „Sie ermöglicht eine intensive Anpassung des Reifens an die Mikrorauhigkeit der Straße. Dies führt zu einer verbesserten Haftung und trägt somit ebenfalls zu kürzeren Bremswegen sowie einem besseren Handling auf nassen und trockenen Straßen bei. Ein drittes Merkmal des neuen Goodyear UHP-Reifens ist seine ‚Reinforced Construction Technology’. Dabei werden neueste Verstärkermaterialien sowie ein Untergummi mit niedrigem Rollwiderstand und asymmetrischer Auslegung eingesetzt. Dies führt zu einer optimalen Balance aus guten Handling und Grip sowie zu reduziertem Rollwiderstand und Verschleiß.“

Der neue Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 wird in Breiten von 205 bis 285 Millimeter für Felgen von 17 bis 20 Zoll mit Querschnitten von 55 bis 30 angeboten, darunter ausgewählte Größen auch als RunOnFlat-Version.

Außerdem zeigte der Hersteller in Genf erstmals auch seinen neuen UHP-Sommerreifen Dunlop Sport Maxx RT 2, der seit Neuestem verfügbar ist. Der neue Reifen mit asymmetrischem Profildesign zeichne sich durch eine außerordentlich hohe Fahrstabilität und Lenkpräzision, einen exzellenten Grip und starke Bremsleistungen aus und ist die perfekte Wahl für Autofahrer, die einen hohen Anspruch an Fahrdynamik haben. Der Dunlop Sport Maxx RT 2 ist in 60 Ausführungen von 17 bis 21 Zoll mit Querschnitten von 55 bis 30 erhältlich.

Ein wesentliches Merkmal des Dunlop Sport Maxx RT 2 sei „seine besonders hohe Profilsteifigkeit in Querrichtung. Verantwortlich hierfür sind die besonders großen Schulterblöcke in der Außenschulter. Sie erhöhen die Fahrstabilität des Reifens und sorgen für einen größeren Kontaktbereich zur Straße und einer besseren Kraftübertragung bei Kurvenfahrten. Dies ermöglicht eine präzise Rückmeldung von der Straße und hohe Lenkpräzision und damit ein sehr stabiles Handling auch bei hohen Geschwindigkeiten“, so der Hersteller in Genf.

Großen Wert sei bei der Entwicklung des Sport Maxx RT 2 auch auf besonders gute Bremseigenschaften gelegt worden. „Erreicht wurde dies mit einer optimierten Profilgeometrie. Der Reifen verfügt über die zweite Generation der ‚Short Braking Blocks’. Dabei handelt es sich um abgeschrägte Profilblöcke, die im Unterschied zum Vorgängermodell nun über die gesamte Laufflächenbreite angeordnet sind. Der Effekt: Die Profilsteifigkeit konnte in Längsrichtung optimiert werden. Dies führt zu einer besseren Haftung und verkürzt speziell aus hohen Geschwindigkeiten die Bremswege im Vergleich zum Vorgängermodell.“

Olivier Rousseau, bei Goodyear Dunlop EMEA Vice President für das Consumer-Geschäft, warf anlässlich einer Pressekonferenz in Genf einen Blick auf die (mögliche) Zukunft der Reifenentwicklung

Olivier Rousseau, bei Goodyear Dunlop EMEA Vice President für das Consumer-Geschäft, warf anlässlich einer Pressekonferenz in Genf einen Blick auf die (mögliche) Zukunft der Reifenentwicklung

Kein verfrühter Aprilscherz: kugelförmiger Goodyear-Konzeptreifen

Beim ersten Blick auf Goodyears Eagle 360 muss man unwillkürlich an einen möglicherweise verfrühten Aprilscherz denken, ist der von dem Hersteller beim Genfer Automobilsalon präsentierte und per 3D-Druckverfahren hergestellte Konzeptreifen doch kugelförmig. Wie soll da denn eine mechanische Verbindung mit üblichen Radaufhängungen möglich sein? Gar nicht, so Goodyears Antwort darauf. Denn die Verbindung zur Karosserie soll der Eagle 360 mittels Magnetschwebetechnik herstellen. Ähnlich wie bei einer Magnetschwebebahn sei der Reifen durch Magnetfelder vom Fahrzeug getrennt, was gleichzeitig den Komfort für die Mitfahrer entsprechender (noch zu entwickelnder) Fahrzeuge verbessere und die Geräuschentwicklung reduziere, heißt es.

Mit diesem Konzeptreifen sieht Jürgen Titz, Managing Director für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), jedenfalls die Innovationskraft des Reifenherstellers unterstrichen. Diese Zukunftsvision – ergänzt er – „veranschaulicht, wie wir über modernste Reifentechnologie die Mobilität der Zukunft mitgestalten können“. Schließlich habe Goodyear mehr als 117 Jahre Erfahrung in der Reifenherstellung, weswegen man die Erwartungen der Fahrer genau kenne und davon überzeugt sei, dass Zuverlässigkeit und Sicherheit auch zukünftig eine entscheidende Rolle spielen werden. „Mit dem Eagle-360-Konzeptreifen bieten wir eine sichere und nachhaltige Lösung für diejenigen, die in Zukunft selbstfahrende Fahrzeuge nutzen werden“, ist Titz überzeugt.

Als zweiter in Genf gezeigter Konzeptreifen des Herstellers ist der „IntelliGrip“ aber fraglos näher dran an den heute im Markt erhältlichen Modellen. Dabei bietet diese Studie ebenfalls so einige ganz spezielle Features. Dank neuster Sensortechnik und eines besonders gestalteten Profils soll der „IntelliGrip“ unterschiedlichste Fahrbahnbeschaffenheiten und Witterungsbedingungen erkennen können. Über die Übermittlung entsprechender Daten sowie zusätzlicher Reifenzustandsinformationen (Fülldruck etc.), die über einen in Zusammenarbeit mit Huf entwickelten Mikrochip gesammelt werden, an ein zentrales Fahrzeugsteuerungssystem könnten so die Fahrleistungen und die Fahrzeugsicherheit verbessert werden, sagt Goodyear.

„Bei nasser oder rutschiger Fahrbahn sorgen die Reifensensoren beispielsweise dafür, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechend angepasst wird. Außerdem sollen der Bremsweg verkürzt, das Kurvenverhalten sowie die Fahrzeugstabilität verbessert und der Kollisionsschutz erhöht werden“, ist darüber hinaus zu hören. Demnach arbeitet Goodyear mit verschiedenen Automobilherstellern bereits daran, diese Technologie weiter an deren jeweilige Bedürfnisse anzupassen und eine bessere Vernetzung mit Sicherheitssystemen wie ESP, der elektronischen Bremssteuerung (BCS) oder der adaptiven Fahrwerkregelung zu ermöglichen. ab/cm

 

Schlagwörter: , , , , ,

Kategorie: Markt, Produkte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *