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Goodyear-Dunlop-Standort in Köln stehen größere Veränderungen ins Haus

Im Zuge von internen Umstrukturierungen im deutschen Goodyear-Dunlop-Konzern soll die Abteilung der Auftragsbestätigung künftig am zentralen Standort in Hanau zusammengefasst werden. Von diesen Veränderungen werden 26 Mitarbeiter am Standort in Köln betroffen sein. Nach vollzogener Zusammenlegung der Abteilung in Hanau, wo derzeit ihrerseits 50 Mitarbeiter der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH in der Auftragsbestätigung tätig sind, wird in der Xantener Straße in Köln nur noch die Goodyear Dunlop Handelssysteme ansässig sein; Konzernfunktionen werden dann dort nicht mehr wahrgenommen. Am Standort in Köln arbeiten derzeit noch insgesamt 140 Mitarbeiter.

Wann eine entsprechende Zusammenlegung der Abteilung in Hanau stattfindet, ist derzeit noch nicht genau zu sagen. Man rechnet jedoch damit für den kommenden Herbst. Derzeit fänden entsprechende Verhandlungen zwischen Betriebsrat – hier namentlich der Kölner Betriebsratsvorsitzenden Ilona Goldbecker – sowie dem Arbeitgeber in Vertretung der Arbeitsdirektorin Annette Grams statt. Die Verhandlungen liefen ohne nennenswerte Komplikationen, heißt es dazu von Arbeitnehmerseite.

Wie der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jörg Pohl gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG betont, sei die Zusammenlegung der Abteilung Auftragsbestätigung am Standort in Hanau vorerst die einzige konkret geplante Umstrukturierungsmaßnahme im deutschen Goodyear-Dunlop-Konzern. Nachdem im Mai dieses Jahres die Geschäftsführung der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH ihren Mitarbeitern in Deutschland per Ende 2015 einseitig den Standortsicherungspakt gekündigt hatte, befürchteten viele der derzeit 7.500 Mitarbeitern des Reifenherstellers in Deutschland, dies könnte kurzfristig das Ende der einen oder anderen der sechs Goodyear-Dunlop-Reifenfabriken in Deutschland oder des Standortes Köln bedeuten. Diese Befürchtungen scheinen vorerst nichts mit den Plänen des Unternehmens zu tun zu haben, so Pohl weiter. Auch wenn es mit dem neuen Jahr keinen Standortsicherungspakt – der im Übrigen seit mittlerweile 17 Jahren neben dem Standortsicherungs- auch einen Kündigungsschutz beinhaltet hatte – mehr geben wird, sei von Fabrik- oder Standortschließungen derzeit keine Rede. Eine langfristige Prognose zu den Standorten mochte und konnte Pohl indes nicht abgeben.

Nachdem man bereits eine Verabredung über die Fortsetzung des 21-Schicht-Systems in den sechs deutschen Fabriken getroffen hat, verhandele der Gesamtbetriebsrat des Herstellers aktuell mit dem Arbeitgeber über eine sogenannte Gesamtbetriebsvereinbarung (GBV). Darin nicht enthalten sein wird freilich eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie für die Mitarbeiter. Man verhandele „über viele Kleinigkeiten“, so Pohl gegenüber dieser Zeitschrift, „Kleinigkeiten“, die für viele der Goodyear-Dunlop-Mitarbeiter aber wichtig seien. So geht es etwa darum, den erfolgreichen Auszubildenden des Herstellers eine Übernahmegarantie zu geben und sie damit ans Unternehmen zu binden. Es geht außerdem etwa auch um die sogenannten „Gesundheitsreifen“; Mitarbeiter können, wenn sie ein Jahr lang nicht krankheitsbedingt gefehlt haben, einen Satz Reifen erhalten. Weitere Punkte zu den gegenseitig zu erbringenden Leistungen kommen hinzu.

Jörg Pohl zufolge wolle man die neue Gesamtbetriebsvereinbarung bis Ende März unter Dach und Fach haben, so jedenfalls die Verabredung mit der Goodyear Dunlop Tires Germany; man stehe dabei nicht unter einem großen Zeitdruck und könne in Ruhe verhandeln, heißt es. arno.borchers@reifenpresse.de

 

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