Onlinegeschäft wächst wohl weiter zulasten des stationären Handels

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Hatte das in Köln beheimatete Institut für Handelsforschung (IfH) unlängst für den Onlinehandel in Deutschland ein zehnprozentiges Umsatzplus auf ein Volumen von in diesem Jahr rund 46 Milliarden Euro vorhergesagt, so soll sich dieser Trend mit einer durchschnittlich knapp zweistelligen Wachstumsrate auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Das ergibt zumindest eine von drei Hochrechnungen der Kölner mit Blick auf den Zeitraum 2016 bis 2020.

Ein anderes Szenario, bei dem von einer zunehmenden Dynamik der Onlinegeschäfte ausgegangen wird, ergäbe gar eine Verdreifachung des Onlineumsatzes gegenüber dem 2014er Niveau auf ein Volumen von 2020 dann 117,2 Milliarden Euro. Dies entspräche allerdings einem mittleren jährlichen Wachstum in Höhe von 18,7 Prozent, sodass der Onlineanteil am gesamten deutschen Einzelhandelsumsatz in fünf Jahren bereits annährend ein Viertel für reklamieren könnte. Für seine Modellrechnung mit einer abnehmenden Dynamik im Onlinegeschäft gibt das IfH die durchschnittliche Wachstumsrate demgegenüber mit 3,7 Prozent an, die letztlich bis 2020 zu Onlinehandelsumsätzen in Höhe von 52,1 Milliarden Euro bzw. einem 10,5-prozentigen Onlineanteil am gesamten Handelsumsatz führen könnte.

Dieses Szenario halten die Kölner allerdings für am unwahrscheinlichsten, weil es unterstellt, dass in den nächsten Jahren keinerlei Innovationen den Onlinehandel beflügeln. Doch selbst bei einer angenommenen langsam geringer werdenden Wachstumsrate im E-Commerce („Trend“-Szenario genannt) stieg dem IfH zufolge der Onlineumsatz dennoch um durchschnittlich 9,7 Prozent jedes Jahr bis 2020, um dann letztlich die Marke von 73,3 Milliarden Euro zu erreichen bzw. einem 14,8-prozentigen Anteil am Gesamthandelsgeschäft zu entsprechen. Ungeachtet dessen, ob es nun tatsächlich zu einer Verdreifachung des Onlineumsatzvolumens bis 2020 kommt oder „nur“ zu einer annähernden Verdopplung gegenüber 2014, sind die Kölner jedenfalls fest davon überzeugt, dass in den nächsten Jahren in sehr vielen Kategorien weiter mit Onlineumsatzzuwächsen gerechnet werden müsse. „Vor allem zulasten des stationären Handels“, wie es weiter heißt. cm

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