Marangoni belebt historische Runderneuerungsmarke „Renova“ neu

Marangoni baut sein Angebot an runderneuerten Lkw-Reifen weiter aus. Wie das Unternehmen dazu auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG mitteilt, habe man auf dem italienischen Heimatmarkt erst kürzlich runderneuerte Lkw-Reifen der Marke „Renova by Marangoni“ eingeführt. Das neue Angebot soll das bestehende Angebot an Marix-Runderneuerten ergänzen und differenzieren, unterstreicht der Runderneuerer und Materiallieferant. Mit Renova führt Marangoni nun Produkte ein, „bei deren Entwicklung die Betriebskostensenkung und Zuverlässigkeit durch Runderneuerung von Karkassen des Subpremiumsegments oder die zweite Runderneuerung von Karkassen des Premiumsegments zum Maßstab genommen wurden“. Die neue Renova-Produktpalette bestehend aus klassischen Laufflächendesigns komme „jenen Fahrzeugen und Nutzern entgegen, die weniger schwere Einsatzbedingungen zu erfüllen haben und dennoch keine Abstriche in punkto Zuverlässigkeit machen wollen, um gleichzeitig von einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis zu profitieren“, unterstreicht Marangoni gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG.

Renova-Runderneuerte werden überwiegend im Kaltverfahren hergestellt, heißt es dazu auf Nachfrage, es solle indes aber keinen Handel mit den entsprechenden Laufstreifen geben. Das bestehende Sortiment an Laufstreifen, das der italienische Runderneuerungskonzern bietet, bleibe von der aktuellen Produkteinführung unangetastet. Unterdessen hat Marangoni seit der Markteinführung mit dem Export von Renova-Runderneuerten begonnen, dies allerdings nur in kleinem Umfang. „Für den deutschen Markt haben wir im Moment keine Pläne“, heißt es dazu aus Rovereto, dem Sitz des Unternehmens. Es sollen allerdings demnächst auch runderneuerte EM-Reifen unter der Marke Renova auf den Markt kommen; man wolle auch hier mit Italien beginnen.

Ältere Marktteilnehmer werden sich noch gut an „Renova“ erinnern, spielte der Name doch auf dem europäischen Runderneuerungsmarkt bis vor gut 40 Jahren eine zentrale Rolle. Ende der 1920er Jahre wurde die Peters Pneu Renova KG in Bad Homburg von Heinrich Peters gegründet, kurz bevor dieser den Frankfurter Reifenhersteller Peters Union AG an Continental verkaufte. Bis Anfang der 1970er Jahre entwickelte sich sein Unternehmen zum größten Runderneuerer Europas und beschäftigte damals rund 1.000 Mitarbeiter; es wurden bis zu 6.000 Pkw-Reifen täglich runderneuert. Nach dem Konkurs im Juni 1973 übernahm Marangoni große Teile der Produktionsanlagen, die dann im eigenen (zwischenzeitig geschlossenen) Werk im italienischen Feltre weitergenutzt wurden, und sicherte sich außerdem die Markenrechte an „Renova“ zu – diese werde nun wiederbelebt, so Marangoni. ab

 

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