Polizeigewerkschaft fordert deutlich härtere Strafen für Winterreifenmuffel

Auto- und Lkw-Fahrer, die bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ohne wintertaugliche Reifen – das sind solche ohne M+S-Kennung – unterwegs sind, riskieren derzeit laut Bußgeldkatalog eine Strafe von wenigstens 60 Euro und einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert nun eine deutliche Verschärfung dieser Strafen und reagiert damit auf ein deutliches Ansteigen der Verkehrsunfälle, sobald doch einmal Winterwetter über Deutschland kommt; derzeit muss die Polizei mitunter zu doppelt so vielen Verkehrsunfällen ausrücken wie ansonsten üblich. Der offensichtliche Grund: Es gibt zahlreiche Winterreifenmuffel im Land, die schlichtweg an der richtigen Bereifung sparen, und auch im Winter mit Sommerreifen unterwegs sind.

„Die derzeitigen Bußgelder schrecken niemanden ab“, sagt dazu etwa Peter Schall, Sprecher der GdP in Bayern. Daher fordert die Gewerkschaft eine Vervierfachung der Strafe auf mindestens 250 Euro. Dies könnte Verkehrsteilnehmer zum rechtzeitigen Wechsel auf wintertaugliche Reifen bringen, hofft man dort. Da die situative Winterreifenpflicht auch für Lkws gilt, sollen zukünftig nach dem Willen der GdP auch die Halter der Fahrzeuge – also die Spediteure – für einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung bestraft werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft der Polizei, dass in Zukunft beim Fahren mit falscher Bereifung mehr als ein Punkt in Flensburg fällig werden. ab

 

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