Aus Centurion wurde mefro wheels china

Vor etwa einem Jahr hatte die mefro wheels GmbH (Rohrdorf) hundert Prozent der Geschäftsanteile an der Holding-Gesellschaft Chimera Investment Limited in Hongkong übernommen. Diese wiederum hielt jeweils 100-prozentige Beteiligungen an der Jining Centurion Wheels Manufactoring Co. Ltd., der Jining C II Wheel Manufactoring Company Ltd. (beide China) sowie der Centurion Wheel Manufactoring Company (USA). So recht kommuniziert hatte der deutsche Stahlräderspezialist das nicht, gleichwohl konnte man jetzt auf der Agritechnica ein recht eindrucksvolles Ergebnis der Akquisition sehen.

Die bzw. genauer das dazugehörige Räderwerk heißt inzwischen mefro wheels china und stellt wie die beiden Schwesterwerke in Ronneburg und in der Türkei alle erdenklichen Nutzfahrzeugräder bis 16 Zoll her. Spektakulär allerdings die Ausstellungsstücke auf der Landwirtschaftsmesse in Hannover: Dort zeigte mefro nämlich Riesenräder made in China, bis zu 42 Zoll Durchmesser und 32 Zoll Breite seien realisierbar, hieß es auf Nachfrage auf dem Messestand. Man kann sich leicht vorstellen, dass mefro hier ganz beträchtlich in die Anlagen investiert haben muss, Genaueres allerdings war nicht in Erfahrung zu bringen. Ferner zu sehen auf dem großen Messestand (es gab auch einen kleinen für – dazu passend – die kleineren Räder) Flotationräder in den beachtlichen Größen 22.5-16 und 30.5-28.

Offensichtlich wurde mefro wheels china als Produktionswerk innerhalb der Unternehmensgruppe für die ganz großen Räder auserkoren. Trotz der gewiss nicht unbeträchtlichen Transportkosten muss es sich also lohnen, die „giant wheels“, mit denen mefro jetzt in die gleiche Liga wie Titan oder GKN vordringt, im ferner China herstellen zu lassen. Andererseits: Wenn denn diese supergroßen Stahlräder auf der ganzen Welt vertrieben sollen, dann gäbe es für keinen alternativen Standort irgendwelche Vorteile. detlef.vogt@reifenpresse.de

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