Einkaufstour führt Titan nach Indien

Bereits in den vergangenen Jahren war der amerikanische AS-/EM-Reifen- und Räderkonzern Titan International Inc. (Quincy/Illinois) nicht nur durch organisches Wachstum, sondern vor allem auch durch diverse Akquisitionen in neue Dimensionen gewachsen. Und Titan-Chairman und -CEO Maurice Taylor hatte angekündigt, dass die Einkaufstour noch nicht zu Ende sei. Nächstes Ziel ist der vor ca. 50 Jahren gegründete indische Stahlräderhersteller „Wheels of India Ltd.“ (Padi/Chennai), ein Unternehmen, das der vor mehr als hundert Jahren von TV Sundram Yvengar gegründeten TVS-Gruppe zugerechnet wird.

Bereits im Jahre 1999 hatte die Titan Europe Plc 35,9 Prozent an dem Marktführer im indischen Subkontinent erworben und diese Anteile zuletzt bereits auf knapp 37 Prozent ausgebaut. Jetzt hat Titan ein Angebot für weitere 14 Prozent an Wheels India unterbreitet, würde damit die Mehrheit übernehmen und dabei auch das Pkw-Segment erschließen. Die verbleibenden 49,7 Prozent der Anteile liegen bei der Southern Roadways Ltd., der Sundaram Finance Ltd. und der TV Sundram Yvengar and Sons Ltd. (TVS). Der etwa drei Milliarden Euro jährlich umsetzende und aus etwa 30 eigenen Tochtergesellschaften und Joint-Ventures bestehende Mischkonzern hat seine Schwerpunkte im Automotive-Sektor.

Wheels of India hat Stahlräderwerke in Padi, Pune und Bawal (jeweils für Pkw und Nutzfahrzeuge), Rampur (für landwirtschaftliche Fahrzeuge), Sriperumbudur und Padnagar. Die Gesamtkapazität wird mit jährlich zehn Millionen Rädern beziffert, die Mitarbeiterzahl mit knapp 2.000. Kunden sind die meisten Fahrzeughersteller in Indien, als Exportregionen werden Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik und Südafrika, die für 18 Prozent vom Umsatz stehen, genannt. detlef.vogt@reifenpresse.de

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