Marangoni in Schwierigkeiten – Restrukturierung soll helfen

Mittwoch, 24. Oktober 2012 | 0 Kommentare
 

Die italienische Marangoni-Gruppe steckt offenbar in größeren Schwierigkeiten als bisher kolportiert. Lokalen Medienberichten zufolge verhandele das Unternehmen mit Sitz in Rovereto (Trient) derzeit mit Gewerkschaftsvertretern und den zuständigen Behörden über Kurzarbeit in der Runderneuerung. Im Laufe der zwölf Monate, in denen kurzgearbeitet werden soll, wolle Marangoni die Produktion der sinkenden Nachfrage und der geringen Verfügbarkeit von Karkassen anpassen.

Für 70 der 350 betroffenen Mitarbeiter sei sogar vorgesehen, die Arbeitszeit komplett auf Null zu bringen. Um das drängende Problem der Karkassenknappheit zu lindern, denkt das Unternehmen, das immer schon sehr viel auf seinen Premiumstatus gezählt hat, sogar über die Runderneuerung von chinesischen Lkw-Reifen nach. Als Teil des geplanten Restrukturierungsplans wolle Marangoni außerdem in die Prozessoptimierung der Runderneuerung investieren.

Auch werden in der Lokalpresse sogar mögliche Partnerschaften mit asiatischen Herstellern diskutiert. Wie unser italienisches Schwestermedium PneusNews.it berichtet, habe Marangoni im vergangenen Jahr 474 Millionen Euro umgesetzt, musste aber unter anderem aufgrund von hohen Zinsbelastung einen Nettoverlust von 7,9 Millionen Euro hinnehmen.

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Kategorie: Markt, Runderneuerung

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