Debüt für neue Dunlop-Konstruktion beim Motorrad-GP am Sachsenring

An diesem Wochenende steht auf dem Sachsenring mit dem „eni Motorrad-Grand-Prix von Deutschland“ der achte Lauf der Moto2-Weltmeisterschaft auf dem Programm – und Dunlop ist auf der Traditionsstrecke natürlich ebenfalls am Start. Mit dabei im Dunlop-Gepäck: die Neukonstruktion ART14, die beim GP Deutschland ihr Debüt geben wird.

Der gegen den Uhrzeigersinn gefahrene Sachsenring bietet jede Menge Linkskurven, rechts herum geht es dagegen eher selten. Folglich ist die linke Seite der Dunlop-Motorrad-Rennreifen hier deutlich höheren Belastungen ausgesetzt als die rechte. „Der Sachsenring ist eine technisch sehr interessante Strecke. Die wichtigste Überlegung ist, wie man die wenig genutzte rechte Seite des Reifens auf Temperatur halten kann, damit sie in der Lage ist, die gewünschte Leistung zu bringen, wenn sie benötigt wird“, sagt Clinton Howe, Dunlop Operations Manager für die Moto2. „Schließlich kommt sie über weite Strecken der Runde nicht zum Einsatz und kühlt sich dementsprechend ab. Folglich müssen unsere Reifendesigner und Compoundtechniker den Hitzespeichereigenschaften des Reifens besondere Aufmerksamkeit widmen.“

Aus diesem Grund kommt auf der deutschen GP-Strecke zum ersten Mal in diesem Jahr der Dual-Compound-Reifen W919 zum Einsatz – und dazu gibt auch noch die Neukonstruktion ATR14 ihr Debüt. Das Designziel für diesen Reifen: mit nur einer Profilmischung einige der Eigenschaften nachzubilden, die sonst nur Dual-Compound-Reifen bieten.

„Den ATR 14 haben wir aufgrund des Fahrer-Feedbacks im Jahr 2011 entwickelt“, sagt Howe. „Wir hoffen, mit diesem Reifen zumindest einen Großteil der Stabilität liefern zu können, die sonst nur ein Dual-Compound-Reifen bietet, während wir dem Fahrer gleichzeitig ermöglichen, sich mit dem gleichen Vertrauen wie üblich auf die Reifenflanken zu verlassen.“

Eine Runde auf dem 3,671 Kilometer langen Sachsenring bei Chemnitz gleicht einer Berg-und-Tal-Bahn – mit zehn Links- und drei Rechtskurven. Die aufgrund des Streckenlayouts auf dem Sachsenring recht einseitige Belastung hat zur Folge, dass der Dual-Compound-Reifen W919 von Dunlop zum Einsatz kommt. Die beiden Moto2-Standard-Mischungen – „3854 soft“ und „3838 hard“ – in einem Reifen. Damit steht den Fahrern das Beste aus zwei Welten zur Verfügung. Die Mischung „3838 hard“ ist in der Lage, die sich ständig wiederholende Belastung der linken Seite zu verkraften, während die Mischung „3854 soft“ dafür sorgt, dass die rechte Seite des Reifens bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen sie im Verlauf einer Runde gebraucht wird, sofort guten Grip liefert.

Neben dem W919 kommt die Mischung „3838 hard“ zum Einsatz und bildet damit ein Gruppe-E-Spezial-Kontingent für diese Veranstaltung. Die „3838“ wird auf einer Reifenneukonstruktion, dem ATR14, verwendet. Der ATR14 ist ein asymmetrischer Reifen, der entwickelt wurde, um die Hitzeentwicklung auf der arbeitenden linken Seite des Reifens zu bewältigen und gleichzeitig auf der deutlich weniger belasteten rechten Seite die Temperatur zu erhöhen. Dieser Reifen fällt ebenfalls unter die Gruppe-E-Spezial-Einstufung und wird aktuell auch noch für einen Einsatz beim australischen Grand Prix auf Phillip Island im Oktober in Betracht gezogen.

Die Mischung 3838 ist die härtere der beiden Standard-Compounds. Sie ermöglicht es den Fahrern, auf Strecken wie dem Sachsenring nach dem Kurvenscheitelpunkt schnell wieder Gas zu geben. Sie ist unempfindlicher in puncto Abrieb und bietet folglich eine höhere Laufleistung.

„Der Sachsenring ist eine weitere Berg-und-Tal-Bahn und deshalb verlangt der Fahrer vom Reifen ein Maximum an Stabilität. Und das ganz besonders beim Bremsen auf Abwärts-Passagen“, sagt Clinton Howe. „Die Strecke ist auch in puncto Reifenabrieb ziemlich aggressiv, was zu überdurchschnittlich hoher Abnutzung führen kann – besonders wenn es kühl ist oder unlängst geregnet hat. Aufgrund seiner Lage sind am Sachsenring die verschiedensten Wetterbedingungen denkbar. Darum wären weder kühle Temperaturen und Regen noch Sonnenschein und große Hitze eine Überraschung.“

Moto2-Reifenkontingent am Sachsenring

Moto2 Vorderradslicks je Fahrer:

120/75 R17 Moto2: 4 x 302, 4 x 717

Moto2 Hinterradslicks je Fahrer:

195/75 R17 Moto2: 5 x 3838 (ATR14), 4 x W919 (ATR03)

Moto2 Regenreifen je Fahrer:

3 x Vorderrad 125/80 R17 KR191 414 (4, falls es in allen Trainingssessions regnen sollte)

3 x Hinterrad 190/55 R17 KR393 414 (4, falls es in allen Trainingssessions regnen sollte)

Moto3-Reifenkontingent am Sachsenring

Moto3 Vorderradslicks je Fahrer:

95/75 R17 Moto3: 5 x Medium, 3 x Hard

Moto3 Hinterradslicks je Fahrer:

115/70 R17 Moto3: 5 x Medium, 4 x Soft

Moto3 Regenreifen je Fahrer:

3 x 95/70 R17 KR189 WB (4, falls es in allen Trainingssessions regnen sollte)

3 x 115/70 R17 KR389 WB (4, falls es in allen Trainingssessions regnen sollte). dv

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