Reifencheck-Aktion von Bridgestone in München bei Pneuhage

Unlängst hat Bridgestone zusammen mit Pneuhage zum vierten Mal in München eine mehrtägige Reifencheck-Aktion durchgeführt. Auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters konnten dessen Kunden kostenlos den Zustand ihrer Reifen überprüfen lassen. An mehreren Stationen führten Mitarbeiter der vier Münchner Niederlassungen der Firma Pneuhage und der Bridgestone Deutschland GmbH an den Fahrzeugen der Centerbesucher Reifenchecks durch. Insgesamt 750 Fahrzeuge wurden dabei überprüft – damit war dies die in diesem Jahr größte Reifencheck-Aktion von Bridgestone in Deutschland. Dabei wurden Luftdruck, Profiltiefe sowie der generelle Zustand der Reifen begutachtet. Das bedenkliche Ergebnis: 58 Prozent der überprüften Autos hatten entweder abgefahrene Reifen oder fuhren mit zu niedrigem Luftdruck. Jeder teilnehmende Fahrer erhielt neben einem Prüfbericht einen 10-Euro-Gutschein der Firma Pneuhage sowie eine Präsenttasche als kleines Dankeschön. Christian Schmid, Niederlassungsleiter der Münchner Pneuhage Filiale im Euro-Industriepark, und Markus Merklein, Bezirksleiter Bridgestone Deutschland, ziehen gemeinsam ein positives Fazit aus der Aktion: „Die Aktion hat uns den Fahrern näher gebracht, uns interessante Gespräche mit ihnen ermöglicht und uns ein klares Bild über den Zustand der Reifen in der Praxis verschafft. Wir erfahren sehr viele Hintergründe.“

Im Rahmen der Sicherheitsinitiative „Tyre Safety“ – einer weltweiten gemeinsamen Initiative der FIA Foundation (Fédération Internationale de l’Automobile), der Bridgestone Corporation sowie nationalen Automobilclubs – führt Bridgestone seit 2005 europaweit regelmäßig Reifenchecks durch. Auf diese Weise sorgt das Unternehmen dafür, dass Autofahrern die Bedeutung korrekter Reifenpflege für ihre eigene Sicherheit und eine geringere Belastung der Umwelt bewusst wird. Neben Reifenchecks wurden weitere Aktionsbausteine – wie Geschwindigkeitsmessanlagen – entwickelt, um vor Ort konkrete Maßnahmen zur Verkehrssicherheit zu ergreifen. Die Geschwindigkeitsmessanlagen stehen Pneuhage zur Verfügung, um sie in Absprache mit Gemeinden temporär an unübersichtlichen Punkten, im Umfeld von Ampelübergängen oder in der Nähe von Kindergärten, Spielplätzen usw. aufzustellen.

Im Jahr 2010 hat Bridgestone in neun Ländern der EU 38.000 Fahrzeuge überprüft und dabei besorgniserregende Ergebnisse erhalten. 71 Prozent aller Autofahrer fahren demzufolge mit zu geringem Reifendruck. Auf diese Weise werden jedes Jahr zwei Milliarden Liter Kraftstoff im Wert von 2,8 Milliarden Euro verschwendet. Für die Umwelt heißt das, dass 4,8 Millionen Tonnen zusätzlicher und unnötiger CO2-Emissionen erzeugt werden. Die Analyse der Testergebnisse ergab zudem, dass 7,5 Prozent aller Fahrer mit erheblich niedrigem Reifendruck unterwegs sind (d. h. mindestens 0,5 bar unterhalb des vom Hersteller empfohlenen Drucks). 0,5 Prozent der Fahrer gefährden ihre Sicherheit sogar extrem durch erheblichen Unterdruck (mehr als 0,75 bar unter dem empfohlenen Druck), der die Kontrolle über das Fahrzeug stark beeinträchtigen kann. Nahezu zwölf Prozent aller Reifen auf der Straße sind außerdem so weit abgefahren, dass sie unterhalb des von der EU festgelegten Grenzwerts von 1,6 Millimeter Profiltiefe liegen. Etwa zwei Prozent aller inspizierten Reifen waren nicht nur stark abgenutzt, sondern auch mit erheblichem Unterdruck unterwegs. dv

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