Quartalsergebnis und Marktlage stimmen Michelin eher optimistisch

Der französische Reifenhersteller Compagnie Générale d. Etablissements Michelin SCPA hat nach einem Umsatzanstieg von 10,6 Prozent auf 5,141 Milliarden Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011 sowie in den ersten neun Monaten um 17,3 Prozent auf 15,25 Mrd. Euro seine Jahresprognose bekräftigt. Der Absatz wuchs im Quartal (in Tonnen) um 3,3, im bisherigen Jahresverlauf um 9,3 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine bisherige Prognose aus dem Juli und rechnet unverändert mit einem Absatzplus von acht Prozent.

Für das vierte Quartal konzediert Michelin aber durchaus eine gewisse Unsicherheit. Bei Lkw-Reifen sei die Lage – speziell in Europa – unsicher, bei Spezialreifen hingegen lebhaft. Die Entwicklung im Geschäft mit Reifen für Pkw und LLkw hänge vom Winterreifenverkauf an die Endverbraucher ab.

Bei Pkw-Reifen verzeichnen die Märkte sowohl in der Erstausrüstung wie im Ersatzgeschäft weltweit insgesamt Wachstum. Dass im 9-Monats-Zeitraum Asien leichte Einbußen in der Erstausrüstung hat, liegt vor allem am Produktionsausfall von Autoherstellern nach der Naturkatastrophe in Japan. Insgesamt noch auf Vorjahresniveau, bezogen auf den Zeitraum Juli bis September aber sogar leicht rückläufig ist das Ersatzgeschäft in Nordamerika.

Bei Lkw-Reifen sind nach Überstehen der globalen Wirtschaftskrise auch im weltweiten Ersatz-, vor allem aber Erstausrüstungsgeschäft die Wachstumsraten blendend. Allerdings zeigen sich im dritten Quartal bereits deutlich sichtbare Bremsspuren, im europäischen Ersatzgeschäft sind die Zahlen gar ins Minus gerutscht, in der asiatischen, dabei vor allem chinesischen Erstausrüstung auch.

Während vor allem der Erstausrüstungsbedarf für Erdbewegungsmaschinen-, Agrar- und Flugzeugreifen weiter wächst, hält die Abwärtsentwicklung bei Zweiradreifen an. In den Ersatzmärkten allerdings werden für AS- und EM-Reifen auch Abschwächungstendenzen in Europa ausgemacht. dv

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