Continental konzentriert sich auf direkte Reifendrucküberwachung

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Der internationale Automobilzulieferer Continental empfiehlt Fahrzeugherstellern weltweit die konsequente Nutzung der direkten Druckmesstechnik in ihren neuen Fahrzeugmodellen zur Gewährleistung eines stets optimalen Reifendrucks. Diese Empfehlung liege in den permanent steigenden Anforderungen an die Reifendruckmessung begründet, so der Hersteller in einer Mitteilung. Zudem spiegele sich darin das erhebliche Potenzial der direkten Messtechnik wider: Sie könne einen größeren Beitrag zur Absenkung des CO2-Ausstoßes leisten. Im Hinblick auf den Gesamtnutzen, den Systeme zur aktiven Reifendruckmessung (Tire Pressure Monitoring Systems, TPMS) insgesamt erschließen, sagte Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands der Continental AG und Leiter der Division Interior: „Die direkte Reifendrucküberwachung liefert ein Paradebeispiel dafür, welche Vorteile der Fahrzeughersteller und der Fahrer nutzen können, wenn bei der Auswahl der Technologie das Gesamtsystem betrachtet wird. Die direkte Druckmessung ist schon auf der direkten Funktionsebene hinsichtlich Geschwindigkeit und Präzision überlegen. Berücksichtigt man darüber hinaus noch die auf Systemebene durch die Nutzung von Sensoren im Innern des Reifens zusätzlich mögliche Steigerung von Fahrsicherheit und Fahrkomfort, so ist sie eindeutig die richtige Wahl.“

TPMS-Lösungen mit „direkter“ Druckmessung verwenden einen Sensor pro Reifen, um den herrschenden Luftdruck sowie die Temperatur schnell, unmittelbar und präzise zu erfassen – und das jederzeit, in jeder Fahrsituation und bei jeder Geschwindigkeit. Im Gegensatz dazu messen indirekte Systeme den Druck nicht aktiv, sondern errechnen ihn aus den Informationen der Radsensoren. Bei der Continental ist man davon überzeugt, dass dieses indirekte Verfahren die erwünschte Kraftstoffersparnis nicht gewährleisten und damit auch nicht ausreichen könne, um die Einhaltung der europäischen CO2-Ziele sicherzustellen.

Zusätzlich zu der bestehenden Pkw-Gesetzgebung in den USA, soll „Phase 1“ der Reifendrucküberwachung in der Europäischen Union (EU) ab 2012 und in Korea ab 2013 Pflicht werden. Phase 1 war ein erster Schritt dahin, den Autofahrern bei der Reduzierung des Benzinverbrauchs zu helfen. Eine europäische Phase 2 ist geplant, um weiterhin sicherzustellen, dass der Gesamtplan zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Anheben des Sicherheitslevels unter Nutzung aller angemessenen verfügbaren Mittel verfolgt wird. Ziel beider Phasen dieser Gesetzgebung ist es, die Bedeutung des korrekten Reifendrucks und damit der Fahrzeugsicherheit und der Senkung des Kraftstoffverbrauchs und des CO2-Ausstoßes zu unterstreichen. Natürlich sei das eine gute Nachricht, aber der tatsächliche Nutzen für den Fahrer könne durchaus von der im Fahrzeug installierten Reifendruckmesstechnik abhängen. Dafür gebe es einen guten Grund: Statistiken belegten, dass die meisten Reifenausfälle beispielsweise durch einen langsamen, schleichenden Druckverlust verursacht werden, der nicht auffällt. Die direkte Druckmessung könne einen solchen allmählichen Druckverlust mit einer kürzeren Reaktionszeit und einer größeren Präzision erfassen. Das Messverfahren zeige das Problem schneller, da es mit deutlich niedrigeren Schwellwerten arbeiten könne, heißt es dazu weiter. So bekomme der Fahrer wichtige, präzise Informationen über den Reifendruck und könne rechtzeitig reagieren; dies verbessere auch die Fahrsicherheit und verringere den Rollwiderstand, was wiederum zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und einer Erhöhung der Lebensdauer der Reifen führe. ab

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