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Herstellung „grüner Reifen“: Vulcuren laut Lanxess eine DPG-Alternative

Das Vernetzungsmittel Vulcuren von Lanxess ist nicht nur Crosslinker und Reversionsschutzmittel für die Herstellung energiesparender „grüner Reifen“, sondern zugleich eine Alternative für den Sekundärbeschleuniger N,N’-Diphenylguanidin (DPG), sagt die Business Unit Rubber Chemicals des Konzerns. DPG sei zwar weit verbreitet in der Herstellung Treibstoff sparender Silica-Reifen, aber nicht für das Zusammenspiel mit Silanen wie Si 363 geeignet, und könne unter Vulkanisationsbedingungen zudem Anilin freisetzen, heißt es darüber hinaus. Beides wird von dem Unternehmen als von vielen Kunden unerwünscht beschrieben. „Die Bedeutung von Reifen für den Treibstoffverbrauch von Automobilen rückt weltweit immer stärker ins Interesse der Verbraucher“, weiß Dr. Thomas Brackemeyer, Head of Global Product Management Speciality Products der Business Unit Rubber Chemicals bei Lanxess, zu berichten. „Die Reifenentwicklung wird unter anderem durch das bevorstehende Tire Labeling in Europa beeinflusst. Gute Einstufungen sind nach aktuellem Stand der Technik nur von Reifen mit Green-Tire- bzw. Silica-Technologie zu erwarten. In diesem Bereich ist die Rezepturentwicklung besonders innovativ“, meint er und verweist zugleich darauf, dass sich der Hybridvernetzer Vulcuren bei der Herstellung „grüner Reifen“ einen guten Ruf erworben habe.

In seiner Funktion als ausgewogenes Reversionsschutzmittel erzeuge er thermisch stabile Carbasulfan-Vernetzungen in der Elastomermatrix, die den typischen Umlagerungsreaktionen schwefelvernetzter Vulkanisate nicht unterworfen seien, so Dr. Brackemeyer. „So beugt dieses Additiv in High-Performance-Reifen zum Beispiel der langsamen Verhärtung von SSBR-Kautschuken wirksam vor, die mit zunehmendem Alter unter anderem die Nassrutscheigenschaften des Produkts negativ beeinflusst“, erklärt er. Darüber hinaus unterstütze Vulcuren in seiner Funktion als scorchsicherer Zweitbeschleuniger auch Entwicklungen von Reifen mit geringerem Rollwiderstand, die auf Silanen wie Si 363 basieren. „Im Zuge dieser Entwicklung ist auch ein Austausch von N,N’-Diphenylguanidin als etablierter Zweitbeschleuniger zu erwarten. Durch die ausgewogene Rezepturverträglichkeit bietet sich Vulcuren als ideale Alternative an“, glaubt Brackemeyer. Denn Vulcuren schlage als Zweitbeschleuniger im Austausch für N,N’-Diphenylguanidin in Silica-Laufflächenmischungen quasi zwei Fliegen mit einer Klappe, indem es neue Wege für innovative Silane bei der Entwicklung fortschrittlicher Reifen eröffne und gleichzeitig unter Vulkanisationsbedingungen die Freisetzung von Anilin verhindere. „Vulcuren basiert auf einer völlig anderen Chemie als DPG. Anwender, die durch die Anilin-Problematik sensibilisiert sind und nach einem neuen Zweitbeschleuniger suchen, finden in Vulcuren also eine lange erprobte und auf dem Markt bestens bewährte Alternative“, ist er überzeugt. cm

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