Rema Tip Top, Mayerosch und Continental holen Innovation Award

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Der „Oscar“ der Reifenbranche ist zum dritten Mal in Essen während der Reifen-Messe verliehen worden. Mit dem „Reifen Innovation Award“ zeichneten die Messe Essen und der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz am ersten Messetag zukunftsweisende Lösungen aus. Die Gewinner des diesjährigen Awards sind Rema Tip Top, Mayerosch Off Road Reifen sowie Continental Reifen. In der Kategorie „Technik & Produkte“ überzeugte das Unternehmen Rema Tip Top GmbH mit seinem Reifenreparaturpflaster „Rema Tip Top RCF 142“. Diese Neuheit verkürze die Arbeitszeit bei Reifenreparaturen. Da die Vulkanisationsschicht im Pflaster integriert ist, entfällt das zeitaufwendige Auftragen von Vulkanisierlösung. Gleichzeitig ergibt sich eine deutliche Einsparung durch Wegfall der Ablüftzeiten und mehrerer Arbeitsgänge. Das Produkt biete außerdem ökologische Vorteile, da es frei von Lösungsmitteln ist, heißt es dazu in einer Presseerklärung.

Das „Offroad-Profi-Partnerprogramm“ der Mayerosch Off Road Reifen GmbH & Co. KG siegte in der Kategorie „Dienstleistung, Service & Marketingideen“. Reifenfachhändler, die das Offroadsegment für ihre Dienstleistungen nutzen wollen, könnten sich diesem Programm anschließen. Ziel sei es, den teilnehmenden Partnern mit einem starken Programm ein virtuelles Schaufenster im Internet zu bieten. Über eine datenbankbasierte Suchfunktion können sich Kunden über Reifen, Felgen und Zubehör für SUVs und Geländewagen sowie Quads informieren. Es stehen zwei unterschiedliche Offroad-Profi-Partnerprogramme zur Auswahl: Handelspartner können entweder ihr komplettes Programm ins Netz stellen und ihre Kunden informieren oder sie können sich auch an einem Internetshop beteiligen. Der Internetshop biete weitere Geschäftsmöglichkeiten, die das Unternehmen Mayerosch sogar bis zum neutralen Produktversand unterstützt. Das Offroad-Profi-Partnerprogramm steht allen Unternehmen offen.

Das Optimierungspotenzial hob die Jury beim „E-Invoicing“ der Continental Reifen hervor, dem Gewinner in der Kategorie „Konzepte und Prozesse“. Jährlich werden in Deutschland rund sechs Milliarden Rechnungen ausgetauscht, davon rund 95 Prozent in Papierform. Continental setze basierend auf den bisherigen Ergebnissen des EDI-Ausschusses im WdK (Wirtschaftsverband der Kautschukindustrie) den Prozess zum papierlosen Datenaustausch fort. Dieser umfasst neben dem reinen Austausch ein- und ausgehender Rechnungen auch die gesicherte Übertragung, die Verifizierung der elektronischen Signatur und die revisionssichere Langzeitarchivierung. Mit der formattechnischen und steuerrechtlichen Basis werden weitere Standardisierungs- und Normierungsprozesse angestoßen, die – bei Beteiligung aller Hersteller – zu einer beträchtlichen Kostenersparnis für den teilnehmenden Fachhandel führen kann.

Die Aussteller der Reifen-Messe hatten über 20 Bewerbungen eingereicht, die die Jury nach den Kriterien Innovationsgehalt, Anwendernutzen, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit (in der Kategorie „Technik, Produkte“), Potenzial für Kundengewinnung und -bindung (in der Kategorie „Dienstleistung, Service, Marketingideen“) und Optimierungspotenzial für die Wertschöpfungskette (in der Kategorie „Konzepte, Prozesse“) analysierte. Während der Messewoche sind alle Beiträge auf der Sonderfläche „Innovation Award“ in der Galeria zu sehen. ab

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