Cooper-Quartalsergebnis besser als erwartet

Der amerikanische Reifenhersteller Cooper Tire & Rubber Company (Findlay/Ohio) hat sich im dritten Quartal 2009 besser geschlagen als von Analysten beispielsweise der Deutschen Bank erwartet. Der Umsatz konnte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um neun Millionen US-Dollar auf 803 Millionen gesteigert werden. Aus dem Vorjahresverlust (net loss) in Höhe von 55 Millionen ist ein Gewinn von 47 Millionen Dollar geworden. Nach Unternehmensangaben haben die Entwicklungen bei den Rohstoffkosten, Verbesserungen im Produktionsprozess und dabei vor allem eine höhere Kapazitätsauslastung das Ergebnis positiv beeinflusst, negativ haben sich Restrukturierungskosten sowie die Entwicklungen bei Produkt- und Preismix ausgewirkt. Cooper hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Schuldenlast um 77 Millionen Dollar gesenkt und hatte am 30. September 2009 gegenüber dem Vorjahr 410 Mio. und damit 162 Mio. Dollar mehr Cash.

Der Umsatz im Heimatmarkt Nordamerika, der 71,5 Prozent vom Konzernumsatz ausmacht, war leicht rückläufig und belief sich auf 574 Millionen Dollar im dritten Quartal. Höheren Volumina bei den Auslieferungen in einer Größenordnung von zwei Prozent standen schwächere Preise und ein schlechterer Mix gegenüber. Die Hauptmarke Cooper hat sich besser als der Markt geschlagen, Private Brands begannen wieder zuzulegen, liegen aber nach den Einbrüchen in den Vorquartalen vergleichsweise noch zurück.

Die Restrukturierungskosten wegen der Schließung des Werkes Albany (Georgia) schlagen bis jetzt mit 113 Millionen Dollar zu Buche, davon 13 Millionen im letzten Quartal. Die Produktion in Albany ist im September endgültig ausgelaufen, die Verlagerung von Equipment in andere Fabriken ist noch im Gange.

Die internationalen Märkte konnten um vier Prozent auf 297 Millionen Dollar im Quartal zulegen. Das allerdings ist getragen vom Asien-Geschäft mit einem Plus von 28 Prozent bei den Volumina, während in Europa 13 Prozent Reifen weniger verkauft worden sind. Aus einem schmalen Operating Profit vor Jahresfrist in Höhe von sieben Millionen Dollar hat das Segment „International Tire Operations“ 30 Millionen gemacht.

CEO Roy Armes freut sich zwar über die positive Entwicklung, mahnt jedoch, dass man nicht erwarte, zum hohen Level des Jahres 2008 zurückzukehren und dass das Konzernergebnis auch weiterhin von der Fähigkeit des Unternehmens abhänge, Preise zu halten oder zu erhöhen.

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