VRÖ empfiehlt zeitiges Reifenwechseln

Da sich der Winter nicht an Gesetze halte, empfiehlt der VRÖ, der Verband der Reifenspezialisten Österreichs, wie bisher ab einer Temperatur von plus sieben Grad Celsius auf Winterreifen umzusteigen. Und das möglichst frühzeitig, um einem Stau an den Montageplätzen zu entgehen. Zwischen 1. November und 15. April gilt in Österreich darüber hinaus die situative Winterausrüstungs-Pflicht für Pkw. Das bedeutet in der Praxis, dass Pkw, Kombifahrzeuge und LLkw bis 3,5 Tonnen bei Schnee-, Matsch- oder Eisfahrbahn nur mit Winterreifen an allen Rädern (in einigen Fällen mit Schneeketten) in Betrieb genommen werden dürfen. „Es ist allerdings nicht zweckmäßig, mit dem Reifenwechsel bis zu diesem Stichtag zu warten. Denn bereits ab einer Temperatur von plus sieben Grad sollte man auf Winterausrüstung umsteigen. Durch ihre spezielle Konstruktion haften Winterreifen während der kalten Jahreszeit selbst auf trockener Fahrbahn deutlich besser. Bei Nässe oder tiefwinterlichen Verhältnissen wird dieser Unterschied noch größer“, empfiehlt der VRÖ. Die meteorologischen Daten der vergangenen Jahre machten klar, dass man sich vom Winter 2008/2009 mit besonders spät einsetzenden Schneefällen nicht täuschen lassen dürfe. Im Jahr davor wurden die ersten Schneefahrbahnen in vielen Tallagen bereits in der zweiten Oktober-Hälfte und damit deutlich vor der gesetzlichen Winterausrüstungs-Pflicht ab 1. November registriert. Auf höher gelegenen österreichischen Passstraßen waren Schneefahrbahnen auch schon deutlich früher anzutreffen.

„Fahrzeuglenker sollten sich nicht vom Wintereinbruch überraschen lassen. Chaos auf Österreichs Fahrbahnen durch einen plötzlichen Kälteeinbruch, verschneite Passstraßen und schlitternde Fahrzeuge können vermieden werden. Sorgen Sie vor, indem Sie bereits jetzt Ihre Reifen vom Spezialisten wechseln lassen“, rät VRÖ-Obmann James Tennant.

In Österreich sind bei vorgeschriebener Winterausrüstung ausschließlich M+S-gekennzeichnete Reifen zulässig. Das Schneeflockensymbol allein ist als Winterreifenkennzeichnung nicht anerkannt. Es weist jedoch einen Winterreifen mit speziellen Eigenschaften aus, der für alpines Gebiet besonders geeignet ist. Um das Schneeflocken-Symbol tragen zu dürfen, müssen diese Reifen eine bessere Traktion und bessere Bremseigenschaften auf Schnee-, Matsch- oder Eisfahrbahn im Vergleich zu einem Referenzreifen nachweisen. Der VRÖ empfiehlt daher die Verwendung von Winterreifen, die sowohl das M+S- als auch das Schneeflocken-Symbol tragen.

Reifen-Qualitätsmerkmale

„Die Mindest-Profiltiefe beträgt bei Pkw-Winterreifen vier Millimeter, darunter verlieren sie ihre Wintertauglichkeit. Zu Saisonbeginn sollten Winterreifen daher wenigstens ein sechs Millimeter tiefes Profil haben“, so der Verband weiter. „Pannen- und Unfallsicherheit hängen nicht zuletzt vom Reifenalter ab. Einsatzzeiten über sechs Saisonen nach der Erstmontage stellen ein Gefahrenpotenzial dar. Denn ab der siebenten Saison kann sich das Fahrverhalten deutlich verschlechtern.“ Der VRÖ weiter: „Do-it-yourself-Wechsel bergen oft Sicherheitsrisiken, denn Reifenschäden erkennt häufig nur der Fachmann. Der Reifenspezialist bietet qualitativ hochwertigen Service. Er hält die aktuellen Modelle auf Lager und weiß genau, welcher Reifen zu welchem Fahrzeug am besten passt. Mit seinen geschulten Mitarbeitern bietet er ein Rundum-Service für Reifen, Felgen, Zubehör, Montage und Lagerung“, ergänzt Tennant. Und den nächst gelegenen Reifenspezialisten finde man ganz einfach auf der Website des Verbands unter www.vroe.at, ergänzt VRÖ-Generalsekretär Richard Vogel.

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