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Hämmerling nimmt Midas-Laufstreifen ins Sortiment auf

Seit diesem Jahr führt die deutsche Hämmerling-Gruppe Laufstreifen des indischen Herstellers General Rubbers exklusiv im Sortiment. Laut Ralf Hämmerling habe man zunächst die Vertriebsrechte für die Laufstreifen der Marke „Midas Mileage“ für die Länder Deutschland, Österreich, Serbien und die Niederlande erhalten. „Wenn sich diese Märkte etablieren, können wir über weitere Märkte sprechen“, so Hämmerling. Das Paderborner Unternehmen will im Jahr rund 1.500 Tonnen an Material aus Indien für die eigene Kaltrunderneuerung und das Handelsgeschäft beziehen. Nachdem sich die Hämmerling-Gruppe erst kürzlich vom Lieferanten Elgitread (heute: Treadsdirect) getrennt hatte, sei man „auf der Suche nach einem stabilen Partner“ gewesen. Folglich habe sich die Zusammenarbeit mit General Rubbers aus Indien angeboten, habe man doch deren Laufstreifen auch früher bereits in der eigenen Produktion verarbeitet. Hämmerling kann das komplette Midas-Sortiment verarbeiten und anbieten, wozu rund 25 verschiedene Profile Kaltlaufstreifen mit Breiten zwischen 170 bis 320 Millimeter und Profiltiefen zwischen 13 und 22 Millimeter gehören. „Das Sortiment haben wir ständig am Lager.“ In naher Zukunft soll das Midas-Sortiment um zusätzliche Größen erweitert werden.

Dieser Text ist in unserer Beilage "Retreading Special" vom September 2009 erschienen. Wenn Sie die gesamte Beilage lesen möchten, steht Abonnenten hier das E-Paper zur Verfügung.

„Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einzigartig und die Marke ist im Markt schon seit einigen Jahren gut etabliert. Die Kunden wissen, dass sie eine gute Qualität zu einem guten Preis erhalten“, so Ralf Hämmerling gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG. Qualitativ lägen die Laufstreifen der Marke Midas „auf dem Niveau europäischer Wettbewerber“, ist er überzeugt; eigene Tests hätten ergeben, dass es in Bezug auf die „Verarbeitung und Kilometerleistung keine Einschränkungen“ bei den Laufstreifen im Vergleich zu den besagten Wettbewerbern gibt. Neben der Hämmerling-Gruppe gibt es noch zwei Midas-Importeure in Finnland und in Griechenland.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit Einbrüchen von 25 bis 30 Prozent bei den Runderneuerten und 30 bis 40 Prozent bei den Neureifen (Ersatzmarkt) sei ein Produktsortiment, das alle Marktbedürfnisse abdeckt, äußerst wichtig, so Hämmerling weiter. Selbst wenn sich die Nachfrage nun wieder erhole, könnten die Umsätze des Vorjahres mit der Runderneuerung nicht mehr erreicht werden: „Die Rückgänge der ersten sechs Monate können nicht mehr aufgeholt werden.“ Allerdings verspüre auch der Geschäftsführer der Hämmerling-Gruppe „kleine, positive Signale“, die allerdings nicht auf eine grundlegende Besserung der Situation vor Mitte des kommenden Jahres schließen lassen.

Ein Großteil der Kunden, die auch runderneuerte Lkw-Reifen vermarkten, hat in den vergangenen Monaten ihre Lagerbestände drastisch reduziert. Selbst namhafte Filialisten hätten nur noch Minimalbestände vorrätig, was dazu führt, „dass die Lkw-Kunden teilweise – auch mit aktuellen Größen – nicht bedient werden können, weil keine Ware am Lager ist“, erläutert Hämmerling. Gleichzeitig stiegen die Logistikkosten dramatisch an, da sich die „Stückzahlen, die wir in Kleinstmengen täglich per Spedition versenden, schlichtweg verdoppelt haben“.

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