Yokohama rutscht tief in die roten Zahlen, hat aber Hoffnung

Nachdem Yokohama im vergangenen Geschäftsjahr bereits einen Umsatzrückgang von 6,2 Prozent hinnehmen musste, beginnt das neue Geschäftsjahr (April bis März) mit weiteren schlechten Nachrichten. Der drittgrößte japanische Reifenhersteller (nach Bridgestone und Sumitomo) musste im ersten Quartal Einbußen beim Umsatz von 22,7 Prozent auf 95,2 Milliarden Yen (709,2 Millionen Euro) verkraften. Dabei rutsche Yokohama tief in die roten Zahlen und meldet hohe operative und Nettoverluste im Berichtszeitraum. Hatte der Hersteller im Vergleichszeitraum noch einen operativen Gewinn von 4,1 Milliarden Yen (30,5 Millionen Euro) einfahren können, schlägt nun ein operativer Verlust von 4,1 Milliarden Yen zu Buche. Das Nettoergebnis verschlechterte sich von einem Nettogewinn in Höhe von 2,9 Milliarden Yen (21,7 Millionen Euro) auf einen aktuellen Nettoverlust von 1,8 Milliarden Yen (13,2 Millionen Euro). Dennoch rechnet das Unternehmen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres mit einer Erholung der Kennzahlen, sodass der Umsatz lediglich um 5,3 Prozent zurückgehen werde. Außerdem rechne man mit einem Nettogewinn in Höhe von sieben Milliarden Yen (aktuell rund fünf Millionen Euro) zum Jahresende.

Yokohama-Geschäftsberichte finden Sie in unserem Geschäftsberichte-Archiv.

Das Reifengeschäft – mit 77,5 Prozent Anteil am Konzernumsatz wichtigstes Standbein der Yokohama Rubber Co. Ltd. – wurde dabei von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise genauso hart getroffen, wie von der Aufwertung des Yen gegenüber dem Euro und dem Dollar, ist dazu einer Mitteilung zu entnehmen. Allerdings hätten Kosteneinsparungen Schlimmeres verhindert. Der Umsatz der Reifensparte ging im Berichtszeitraum mit 20,6 Prozent nur unwesentlich geringer zurück als der konzernweite Umsatz (-22,7 Prozent), und zwar auf 73,8 Milliarden Yen (549,9 Millionen Euro). Derweil sackte der Geschäftsbereich von einem operative Gewinn in Höhe von 3,2 Milliarden Yen (24,1 Millionen Euro) klar in die Verlustzone: 3,6 Milliarden Yen (27 Millionen Euro).

Auch was die verschiedenen Marktregionen betrifft, ergeben sich kaum nennenswerte Unterschiede, außer dass die „Andere“ Region, also auch die, zu der Europa gehört, den geringsten Umsatzrückgang verzeichnete (-17,3 Prozent). Allerdings tragen die Regionen Asien und „Andere“ immerhin einen operativen Gewinn zum Ergebnis bei, und zwar 100 Millionen Yen (745.000 Euro) bzw. 27 Millionen Yen (200.000 Euro).

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