Landwehr: Gute Potenziale auf relativ sicherem Boden

Dr. Rainer Landwehr – Vorsitzender der Geschäftsführung der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH in Hanau – sieht den US-Reifenhersteller in Deutschland auf relativ krisensicherem Boden. Zwar sei man von den Produktionskürzungen der Fahrzeughersteller „eins zu eins betroffen“, sagt Landwehr in einem Interview mit der Zeitschrift auto motor und sport (ams). Aber die Abwrackprämie lasse auf ein gutes Winterreifengeschäft hoffen, da viele Neufahrzeuge erstmals mit Winterreifen ausgestattet werden müssen. Auch die vergleichsweise leeren Läger im Handel zeigten ein höheres „Hineinverkaufspotenzial“. Landwehr: „Aufgrund unserer traditionell sehr guten Testergebnisse bei Winterreifen erwarten wir uns hier gute Umsatz- und Ertragspotenziale.“

Darüber hinaus erläuterte der deutsche Chef der Goodyear-Dunlop-Gruppe, dass ein Teil der im französischen Amiens bis Ende 2010 durch die Werksschließung frei werdenden Kapazitäten „nach Deutschland verlagert“ werden. Dadurch werde der Standort Deutschland weiter gestärkt, der bereits in der Vergangenheit „zu einem innovationsgetriebenen Standort“ entwickelt wurde, an dem „überwiegend hochwertige High-End-Reifen produziert werden.

Auch werde die Entscheidung der EU-Kommission, ab 2011 Reifendruckwarnsysteme in Neuwagen zur Pflicht zu machen, Goodyear, den Marktführer bei Run-on-Flat-Reifen (Notlaufreifen), in die Karten spielen. „Die Politik hat uns hier die Tür zu einer weiteren Marktdurchdringung geöffnet.“ Die Goodyear-Dunlop-Gruppe beschäftigt 7.400 Menschen in Deutschland. In den sechs Fabriken in Philipsburg, Fulda, Wittlich, Hanau, Riesa und Fürstenwalde sind dies allein 5.500 Menschen. Weitere 160 arbeiten in der Forschung und Entwicklung. Dr. Rainer Landwehr weiter: „Und ich gehe derzeit nicht von einem spürbaren Abbau der Mitarbeiterzahlen aus. Wir werden die natürliche Fluktuation nutzen und dieses Jahr rund 110 Mitarbeiter nicht ersetzen.“

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