IAA: 700 Aussteller – Neues Plakat – Motto „Erleben, was bewegt“

„Gemessen an der Ausstellerzahl und der belegten Fläche ist die IAA auch weiterhin die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse. Keine andere Messe präsentiert die gesamte Wertschöpfungskette – Hersteller und Zulieferer – so umfassend wie die IAA“, betont Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der Vorstellung des neuen IAA-Plakats in Berlin. Die 63. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw wird vom VDA veranstaltet und findet vom 17. bis 27. September 2009 in Frankfurt am Main statt.

Trotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes zeigt sich der VDA-Präsident davon überzeugt, dass „diese IAA wieder ein Erfolg“ wird: „Denn diese IAA, die am 17. September von Bundeskanzlerin Merkel eröffnet wird, wird ein beeindruckendes Innovationsfeuerwerk bieten und eine Messe derer sein, die die Zukunft gestalten und gestärkt aus der Krise hervorgehen werden. Nur hier finden die Besucher Antworten auf die Herausforderungen der Krise.“ Insgesamt 700 Aussteller – darunter über 60 Automobilhersteller aus aller Welt – werden auf der IAA ihre Weltneuheiten präsentieren. Die belegte Fläche beträgt 170.000 Quadratmeter.

Allerdings seien – aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen – an diese IAA 2009 andere Maßstäbe anzulegen; eine „ein quantitative Betrachtung“, wie in den Vorjahren üblich, mache wenig Sinn. Wissmann: „Der Schwerpunkt der IAA wird vielmehr in ihrer Qualität liegen: Die IAA ist die internationale Leitmesse für Automobilität. Hier werden die Antworten auf die Anforderungen von heute und die Herausforderungen von morgen gegeben. Daher sind in diesem Jahr auch besonders diejenigen Unternehmen stark vertreten, die sich diesem Wettbewerb der Innovationen stellen.“ Der VDA-Präsident betont: „Wir sind davon überzeugt: Die IAA 2009 findet zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz statt. Wir gehen davon aus, dass im September erkennbar sein wird, wann die Talsohle der Krise erreicht oder gar durchschritten sein wird. Und mit ihren neuen Produkten zeigt die deutsche Automobilindustrie den Weg aus der Krise auf.“

Die weitere Optimierung der klassischen Antriebsarten – Clean Diesel und hoch aufladende Ottomotoren mit Direkteinspritzung – werde auf der IAA ebenso zu sehen sein wie die Fortschritte bei der Elektrifizierung des Automobils, vom Mild Hybrid bis zum Pkw mit reinem Elektroantrieb. Neben der konsequenten weiteren Reduzierung des Verbrauchs und damit der CO2-Emissionen stehen neuartige Assistenzsysteme im Vordergrund, die das Autofahren noch sicherer und komfortabler machen.

Das neue IAA-Motto „Erleben, was bewegt“ nimmt den Leitgedanken der nachhaltigen Mobilität, der bereits die IAA 2007 geprägt hatte, auf und führt ihn konsequent weiter. Wissmann betont: „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren diese Strategie konsequent umgesetzt und die CO2-Emissionen unserer Neufahrzeuge deutlich gesenkt. So gingen 2007 die CO2-Emissionen insgesamt um zwei Prozent, in 2008 um dre Prozent zurück. Und dieser Trend setzt sich im laufenden Jahr fort.“ Die deutschen Hersteller haben, so Wissmann, bereits in den letzten beiden Jahren in wichtigen Segmenten, etwa in der Mittelklasse, größere Einsparungserfolge erzielt als die Importeure.

Wissmann weiter: „Vieles von dem, was vor zwei Jahren noch Zukunftsmusik war, ist heute schon konkret in der Produktionsplanung oder fährt bereits in diesem Monat auf unseren Straßen – wie etwa der erste serienmäßige Oberklasse-Hybrid mit Lithium-Ionen-Batterie.“ Auch wenn der optimierte Verbrennungsmotor noch auf lange Sicht den weltweiten Markt bestimme, so sei doch auf dieser IAA die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität klar erkennbar.

Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen gehe mit „großen Schritten“ voran. Wissmann: „Alle deutschen Hersteller arbeiten intensiv an dem Thema.“ Noch in diesem Jahr liefert Daimler die ersten von hundert Elektro-smarts für das Projekt „e-mobility Berlin“ aus, zudem wurden kürzlich Anteile am Elektro-Sportwagenbauer Tesla erworben. Die BMW Group hat bereits in Los Angeles und New York rund 500 „Mini-E“ auf den Straßen im Testlauf. In der Region London/Oxford in England steht ein „E Mobility“-Projekt ebenfalls noch für dieses Jahr in Aussicht; in Berlin wird es in den nächsten Wochen zur Übergabe weiterer 50 Mini E kommen. Außerdem ist auch in München ein Testbetrieb der elektrischen Mini geplant. Auch Volkswagen zeigt auf der IAA wegweisende Konzepte zum Thema Zero Emission und Niedrigstverbräuche bei Verbrennungsmotoren. Opel wird den „Ampera“ präsentieren, Ford kommt mit dem Tourneo Connect BEV. Die Liste der Pkw-Hersteller, die als Aussteller im Bereich „Elektro“ auf der IAA präsent sind, umfasst nach dem aktuellen Stand mehr als 20 Firmen. Auch etliche Zulieferunternehmen werden ihre Innovationen zur Elektromobilität vorstellen, darunter Bosch, Clean Mobile, Continental Automotive, EBM-Papst, Li-Tec und ZF.

Das IAA-Motto unterstreiche damit den Anspruch der weltweit wichtigsten Mobilitätsmesse: „Die IAA-Besucher werden erleben können, was heute nachhaltige Mobilität sichert. Und gleichzeitig werden sie natürlich auch sehen, was die automobile Zukunft bewegt“, erklärt der VDA-Präsident. „Erleben, was bewegt“ spreche alle Sinne an: „Autos also nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen, zum Probesitzen, zum Fühlen und Tasten.“ Die Emotionalität, die Faszination, die von neuen Modellen ausgeht, werde damit unterstrichen.

Das neue IAA-Plakat setze diese Botschaft zielgenau um. Wissmann betont: „Es verbindet Mensch und Motoren, den Fahrer und das Fahrzeug, die Stadt und das Land – und mit den Grüntönen im Vordergrund sowie dem weiß-blauen Himmel wird die ökologische Komponente, wird der Klimaschutz berücksichtigt. Die Skyline im Hintergrund steht für die Frankfurter City und bildet einen Hinweis auf den IAA-Standort.“ Das IAA-Plakat selbst ist ebenfalls eine Innovation: Denn es ist das erste Motiv in der Geschichte der IAA überhaupt, welches auf einer Fotografie beruht – das Auto wird dabei nicht gegenständlich gezeigt, sondern in seinen Konturen. „Die Hände machen deutlich: Es ist der Mensch, der dem Auto seine Kontur, seine Gestalt verleiht. Dass die beiden Hände quasi ein Auto „umfassen“, das zudem noch auf der Straße rollt, steht für diesen Ansatz, der darüber hinaus die Sorgfalt, mit der wir unsere Autos entwickeln und produzieren, symbolisiert“, so Wissmann.

Der VDA-Vorstand habe sich nach einer Ausschreibung einstimmig für dieses Motiv entschieden, das von der in Berlin ansässigen Agentur „WeDo“ entworfen wurde. Es ist sowohl für Großplakate als auch den Internetauftritt und den IAA-Briefkopf geeignet und wird ab sofort auf der Website www.iaa.de präsent sein.

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