ACEA-Statistik bestätigt schwache europäische Neuzulassungszahlen

Nachdem J.D. Power Automotive Forecasting bereits vor knapp zwei Wochen gemeldet hatte, die Pkw-Neuzulassungen in Europa seien im November um 25 Prozent gegenüber demselben Monat des Vorjahres eingebrochen, bestätigt die offizielle Statistik des europäischen Automobilherstellerverbandes ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles) dieses düstere Szenario. In ganz Europa – gemeint damit sind die 27 EU-Staaten zuzüglich der zur European Free Trade Association (EFTA) zählenden Länder Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz – sind demnach knapp 933.000 Pkw neu zugelassen worden, während es im November 2007 noch etwa 1,27 Millionen Einheiten gewesen sind. Dies entspricht einem Rückgang um sogar fast 26 Prozent.

Zugleich damit rutschten die im bisherigen Jahresverlauf kumulierten Pkw-Neuzulassungen noch weiter ins Minus. Lag der Markt per Ende Oktober „nur“ 5,4 Prozent hinter den ersten zehn Monaten 2007 zurück, bedeuten die insgesamt nicht ganz 13,8 Millionen Neufahrzeuge bis einschließlich November nunmehr gar einen Rückgang um 7,1 Prozent bezogen auf die gut 14,8 Millionen neu zugelassenen Pkw während der Vergleichszeitspanne von Januar bis November 2007. Zu der schlechten Entwicklung der Zahlen wird mit beigetragen haben, dass der allgemeine Abschwung nunmehr auch die neuen EU-Mitgliedsstaaten erreicht zu haben scheint. Denn wurden dort bislang eigentlich fast immer noch Zuwächse und erstmals im Oktober ein kleiner Rückgang (um 3,2 Prozent) registriert, sind die Neuzulassungen im Monat November selbst dort mit einem Minus von beinahe 23 Prozent deutlich ins Negative abgedriftet. Dennoch weist die ACEA-Statistik für die neuen EU-Mitgliedsstaaten nach elf Monaten immer noch ein ganz leichtes Plus von 0,3 Prozent aus.

Unter den westeuropäischen Massenmärkten haben im November vor allem Spanien (minus 49,6 Prozent), Großbritannien (minus 36,8 Prozent) und Italien (minus 29,5 Prozent) unter einer geringeren Nachfrage der Verbraucher nach Neufahrzeugen zu leiden gehabt. Nichtsdestotrotz sah es laut dem Automobilverband auch in Deutschland und Frankreich mit einem Rückgang der Neuzulassungen um 17,7 respektive 14,1 Prozent nicht viel besser aus. Immerhin können die beiden letztgenannten Länder mit Blick auf die ersten elf Monate 2008 noch mit einem vergleichsweise kleinen Rückgang der Neuzulassungen um 1,5 Prozent auf 2,86 Millionen Einheiten (Deutschland) bzw. sogar einem kleinen Plus von 0,8 Prozent auf knapp 1,90 Millionen Fahrzeuge (Frankreich) aufwarten. Dem stehen mit kumuliert jeweils etwa zwei Millionen Pkw in Großbritannien und Italien sowie den etwa 1,1 Millionen neuen Autos in Italien Rückgänge von 26 Prozent (Spanien), 13,4 Prozent (Italien) und 10,7 Prozent (Großbritannien) gegenüber.

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